Daumen hoch! Premiere gelungen: Schartau erlebte am Sonnabend mit dem Schaupflügen ein landwirtschaftliches Volksfest-Spektakel. Technik von uralt bis modern, von Lanz Bulldog bis Zetor gab es für hunderte Besucher zu sehen, anzufassen und zu erleben.

Schartau. Ganze Familien strömten mit Rucksäcken ausgerüstet am Sonnabend nach dem Frühstück in Richtung Acker von Landwirt Alfred Döhne am Ortsausgang nach Rogätz. Ihr Ziel: Das erste Schartauer Schaupflügen. "Internationales Schaupflügen", erklärt der Parkplatzeinweiser, der jeden Ankömmling geduldig-freundlich willkommen heißt.

Am Mikrofon erklären Ortsbürgermeister Dr. Hans-Horst Borg und sein Stellvertreter Markus Feschner die Modalitäten dieses bäuerlichen Spektakels. "Es ist kein Wettkampf, allein der olympische Gedanke zählt", sagt Borg, während sein Vize den Ablauf organisiert: "Bei ihm laufen alle Fäden zusammen", erzählt der Dorfchef. Die Idee zu diesem netten kleinen Volksfest sei von den Landwirten gekommen und im Ortschaftsrat weiterentwickelt: "Schließlich tragen wir den Pflug im dörflichen Wappen." Eine Wiederholung des Schaupflügens soll es auf jeden Fall geben. Borg: "Wir wissen aber noch nicht, ob im nächsten Jahr oder später."

Heimlicher Star

Zwischen der robusten Pflugtechnik mit den unverwüstlichen Treckern war der Ein-PS-Vertreter der heimliche Star: Kaltblüter "Funny" bewegte sich von Alfred und Willfred Huchel gesteuert elegant zwischen den Furchen.

Zu den motorisierten Teilnehmern gehörte Falko Komin mit seinem Belarus-Trecker MTS 82 aus Weißrussland: "Als Mitglied des Heimatvereins war für mich klar, dass ich hier dabeisein werde." Immer in seiner Nähe war Sohnemann Luca: "Ich kann schon lenken." Komin betreibt mit seinem Großvater eine 45 Hektar große Landwirtschaft im Nebenerwerb, inklusive 40 Milchkühen.

An der Furche nebenan steuerte Hennig Vogt das mehr als 50 Jahre alte Belarus-Vorgängermodell aus LPG-Zeiten. Der Traktor hat schon etliche Jahrzehnte auf dem Buckel - genau das steht dem Schartauer Schaupflügen noch bevor.

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