Burg. Der Stadtrat von Burg kommt heute Abend in der Stadthalle zu einer außerplanmäßigen Sitzung zusammen. Die Ausschüsse hatten im Vorfeld darauf gedrungen, um über die Vergabe des Campingplatzes Niegripper See rechtzeitig zum Beginn der Saison zu entscheiden. Das geschieht allerdings hinter verschlossenen Türen.

Insgesamt gibt es jetzt noch zwei Bewerber, einer hat sein Angebot zurückgezogen, teilte Stadt-Pressesprecher Bernhard Ruth auf Volksstimme-Nachfrage mit. Im jeweils halbstündigen Rhythmus haben die Bewerber die Gelegenheit, sich und ihr Konzept vorzustellen. Der Verkauf des 2,8 Hektar großen Areals war an Vorbedingungen geknüpft. Der Kaufpreis muss mindestens 52 000 Euro betragen - zuzüglich der Kosten für Vermessung, Notar und Grundbuch. Außerdem muss sich der künftige Besitzer verpflichten, das Gelände mindestens 20 Jahre als Campingplatz zu betreiben. Darüber hinaus wird ein zukunftsfähiges Entwicklungs- und Finanzierungskonzept erwartet.

Viele Stadträte gehen davon aus, dass es zu einer klaren Entscheidung kommt. "Wir sind gespannt auf die Vorstellung des heimischen Bewerbers", meinte ein Mitglied des Gremiums gegenüber der Volksstimme. Soll heißen: Der künftige Betreiber könnte aus Burg kommen.

Im öffentlichen Teil der Beratung geht es um Ausgaben für das so genannte Schlaglochprogramm, das auch in Burg greifen soll (Volksstimme berichtete). Hierbei werden Fördermittel vom Land auf den Landkreis durchgereicht. Die Gesamtkosten für die Kreisstadt belaufen sich auf 331 000 Euro, davon werden rund 248 000 Euro gefördert. Die Arbeiten sind in der Grünstraße, am Markt, in der Marientränke und in der August-Bebel-Straße geplant. Diese Bereiche weisen die gravierendsten Schäden auf.