Entspannen, loslassen, Stress abbauen, die Gedanken gehen lassen - das ist mit Tai Chi und Qigong möglich. Physiotherapeutin Kathrin Eisenbeiß lehrt seit drei Jahren die Bewegungskunst gepaart mit Gesundheitsübungen. Am Sonnabend, dem weltweiten Tai-Chi-Tag, zeigte sie im Garten der Stadtbibliothek, welche Figuren dazugehören. Etwa 25 Burger machten sogleich mit.

Burg. Tai Chi, das ist eine innere Kampfkunst, welche die Gesundheit erhalten und stärken soll. In China als Volkssport praktiziert, ist die Bewegungskunst in Deutschland erst seit ein paar Jahren auf dem Vormarsch. Doch immerhin 25 Burger fanden am Sonnabend Punkt 10 Uhr den Weg zur Bibliothek. Dort auf dem Hof, zwischen Blumen und Bäumen, zwitschernden Vögeln und bei seichtem Wind zeigte Kathrin Eisenbeiß ein paar einfache Übungen zum Mitmachen.

Seit drei Jahren lehrt die Physiotherapeutin aus Burg stressgeplagten Menschen, den Weg zur inneren Ruhe zu finden. "Ziel ist es, seinen inneren Kreis zu leeren und dann wieder mit frischer Energie zu füllen", erklärte die 43-Jährige.

Jeder Übung werden gesundheitliche Wirkungen zugesprochen. Kombiniert mit Qigong helfe es, den Geist zu beruhigen und Stress abzubauen. "Der Geist lenkt das Chi, die Lebensenergie", sagte sie.

Knapp 40 Minuten standen die Frauen und Männer auf der Wiese, ließen ruhig ihre Arme kreisen, atmeten bewusst ein und aus. Die Übungen wirkten leicht, doch manch einer kam schnell aus der Puste. "Tai Chi und Qigong erfordern hohe Konzentration", meinte Kathrin Eisenbeiß. Seit 2008 lehrt sie in Burg den chinesischen Sport. Meist kommen Frauen mittleren Alters in ihre Gruppen. "In dieser Zeit setzt man sich verstärkt mit seiner Gesundheit aueinander", sagte die Übungsleiterin.

Von Beginn an ist Erika Hoedt (60) dabei. Nach einem Fahrradunfall hatte sie Probleme im rechten Sprunggelenk. "Nordic Walking ging nicht mehr, da dachte ich mir, ich probier\' was Neues", erzählte sie. "Mit Tai Chi und Qigong habe ich wieder richtig Laufen gelernt. Es ist gut für die Koordination und zum Stressabbau."

Zum ersten Mal war Sabine Knapp (46) dabei. "Ich fand es interessant, hatte in der Zeitung davon gelesen. Jetzt wollte ich es mal ausprobieren", berichtete sie anschließend. "Die Bewegungen waren gut, nur manchmal habe ich das Atmen vergessen. Vielleicht melde ich mich mal bei einem Kurs an."

Ende August will Kathrin Einsenbeiß einen weiteren Kurs für Anfänger anbieten, ab September sogar speziell einen nur für Senioren. Geübt wird immer einmal wöchentlich in der Einsteinschule.

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