Am Montag ist mit dem Ausbau des ländlichen Weges zum Karolinenhof von Möser begonnen worden. In 14 Tagen soll er fertig sein.

Möser. Mitten im Wald findet eine Bauanlaufberatung statt. Eine Raupe ist bereits den völlig mit Schlaglöchern übersäten Weg entlanggefahren und hat das Erdreich eingeebnet.

Der Weg, der von der ländlichen Wegeverbindung zwischen Möser und Pietzpuhl kurz vor dem Ottohof nach links abbiegt, war in einem erbarmungswürdigen Zustand. Mit dem Auto war Schrittgeschwindigkeit schon fast zu schnell. Selbst Radfahrer wurden auf ihren Sätteln hin und her geschüttelt.

Zwar nutze den Karolinenhof nur eine Familie als Wohnsitz, erläutert Bürgermeister Bernd Köppen, doch das Amt für Landwirtschaft, Forsten und Flurneuordnung fördere im ganz Speziellen eben alte landwirtschaftliche Einrichtungen wie solche Gehöfte auch mit Erschließungsmaßnahmen.

Zudem sei eine multifunktionale Nutzung vorgesehen. Vor Jahren ist der Weg schon einmal mit einem Radweg versehen worden, der nun, nachdem die Raupe den Erdboden geglättet hat, wieder zum Vorschein kommt. Aber nutzbar war er schon lange nicht mehr. Der neue Weg, der mit einer Schwarzdecke versehen wird, knüpft das ausgebaute Radwegenetz der Einheitsgemeinde Möser enger.

Außerdem sind landwirtschaftliche Nutzflächen über diesen Weg zu erreichen.

Nähere bauliche Einzelheiten wissen Uwe Gent vom Bauamt der Verwaltung und der Planer Ingmar Spiegler. Der Weg sei rund 650 Meter lang. Er wird auf einer Breite von drei Metern mit der besagten Schwarzdecke ausgebaut. Ungefähr auf der Hälfte des Weges soll eine Begegnungsstelle ausgebildet werden, damit entgegenkommende Fahrzeuge aneinander vorbei fahren können.

Christian Werner, der Chef des ausführenden Baubetriebes rechnet mit einer Bauzeit von 14 Tagen. Das sei keine komplizierte Aufgabe, so der Baufachmann, es müssen keine Kabel oder Kanäle verlegt werden, die Durchläufe, die den Weg queren, seien in Ordnung. Wenn das Wetter keinen Streich spiele, sollte in zwei Wochen die Schwarzdecke liegen, ist er zuversichtlich.

Die Männer schreiten die zu bauenden 650 Meter ab und treffen am Karolinenhof auf den Raupenfahrer Hartmut Schneider. Vereinbart wird, das die Bauverantwortlichen im Kontakt bleiben und den Termin für das Aufbringen der Deckschicht absprechen.

Roter Staub bedeckt die Schuhe und unteren Hosenbeine. Das hat nach den Bauarbeiten ein Ende. Im Gegenzug für die Versiegelung der Wegfläche sind Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zu leisten. 18 einheimische Obstbäume müssen gepflanzt werden. Sie sollen den neuen Weg begleiten und auch Früchte tragen, damit sich Radler und Wanderer daran laben können.

Bürgermeister Bernd Köppen erinnert sich, dass dieses Vorhaben schon über Jahre in der Schwebe ist. Damals waren an den Planungen noch die beiden selbstständigen Gemeinden Möser und Schermen beteiligt, durch deren Flur der Weg verläuft. Die Planungen stockten immer wieder. Nun habe die Einheitsgemeinde die Aktivitäten in Fahrt gebracht. Proteste gegen den Wegbau habe es hier nicht gegeben, sagt Bernd Köppen mit Blick auf den umstrittenen, geplanten Wegebau zwischen Möser und Lostau.