Um den noch immer nicht gefundenen Namen für Gommerns neue Sporthalle ging es am Mittwoch in der Gommeraner Stadtratssitzung.

Gommern. Mit einem neuen Ratsmitglied aus den Reihen der Liberalen ist der Stadtrat von Gommern zu seiner letzten ordentlichen Sitzung vor der Sommerpause zusammengekommen. Neu ist Mario Sämisch, der den ausgeschiedenen René Herrmann ersetzt. Laut Gemeindeordnung rückt dann der bei der vergangenen Stadtratswahl na¨chste festgestellte Bewerber der betreffenden Partei nach. Die Nachru¨cker Uwe Scharnowski und Detlef Zacharias hatten das Mandat abgelehnt. Mit Mario Sa¨misch (FDP) ist nun auch die Ortschaft Karith wieder im Stadtrat vertreten.

In der Fragestunde der Stadtratsmitglieder wollte Jems Hünerbein (SPD) wissen, ob die Suche nach einem Sponsoren für die neue Sporthalle bereits erfolgreich war. Wenn nicht, sollte über bereits gemachte Vorschläge in einer der kommenden Sitzungen abgestimmt werden. Für die neue Halle böte sich der Name "Sporthalle am Weinberg" an. Die alte Halle könnte den Namen "Sporthalle am Sportforum" bekommen.

Bürgermeister Wolfgang Rauls (FDP) bestätigte, dass sich tatsächlich bisher kein Privatmensch oder Unternehmer gefunden hätte, der für eine großzügige Spende seinen Namen an der Halle sehen wollte. Es war überlegt worden, der Halle den Namen der französischen Partnerstadt St. Jean de la Ruelle" zu geben, aber "die Sportler sollen sich ja nicht die Zunge brechen, und ¿Franzosenhalle\' soll die Sportstätte am Ende ja auch nicht heißen", so Wolfgang Rauls.

Während die Franzosen längst eine Straße nach Gommern benannt haben, sucht Gommern immer noch nach einem Pendant.

Hierzu merkte Jens Hünerbein an, dass sich allmählich der "Ernstingplatz" im Gommeraner Sprachgebrauch etabliert habe, nur weil da mal so ein Geschäft war. Längst aber habe sich das Unternehmen aus der Innenstadt in Richtung Ehle-Center verabschiedet. Man könnte also diesen Platz nach der Partnerstadt benennen. Aus postalischer Sicht wäre das tatsächlich kein Problem, stimmte Wolfgang Rauls zu: Es ist keine Postadresse, ein aufwändiges Umschreiben wäre für Anwohner nicht nötig, weil der Platz der Martin-Schwantes-Straße zugeteilt ist.