40 junge holländische Linden zieren seit einigen Tagen den vorderen Bereich des Möckeraner Schlossparkes. Sie wurden im Zusammenhang mit der angedachten Umgestaltung dieses Parkbereiches angepflanzt.

Möckern. Die holländischen Linden ersetzen jene Bäume, die schon einmal vor Jahren gepflanzt worden waren, aber erstens nicht dem Originalplan des einstmals gräflichen Anwesens entsprachen, keine "holländischen" Linden waren und vor allem auch gesundheitlich nicht so richtig in die Gänge kommen wollten. Die Landschaftsarchitektin Ulrike Bischoff, die bereits früher an der Wiederherstellung des Schlossparkes mitgewirkt hat, verwies etwa auf aufgeplatzte Rinden.

Dem von einigen Bürgern geäußerten Vorwurf, die nun gepflanzten Bäume hätten längst schon mal gegossen werden müssen, setzt die Gartengestalterin entgegen: "Die Linden wurden am 13. April gepflanzt. Es handelt sich bei den Bäumen um Ballenpflanzen mit Lehm, das trocknet nicht so schnell aus." Mit der beauftragten Baumschule aus Pechau wurde ihren Angaben zufolge ein auf drei Jahre angelegter Pflegevertrag abgeschlossen.

Originalpläne

Wie die Volksstimme berichtete, soll der ehemalige Schlossgarten - so nennt sich der Bereich des Möckeraner Schlossparkes zwischen Teehaus, Mausoleum und Schloss - entsprechend vorliegender alter Originalpläne umgestaltet werden.

Es handelt sich hierbei um eine Ausgleichsmaßnahme fu¨r die Windkraftanlagen, die anderenortes auf Möckeraner Flur errichtet worden sind, erklärte dazu der Möckeraner Bauamtsleiter Mathias Klack. Der ehemalige Schlossgarten soll wieder ein Stu¨ckchen mehr so aussehen, wie damals, als er zum Lustwandeln angelegt wurde.

Das Allee-Kreuz der Wege vom Schloss zur Kirche und vom Parkeingang zum Teehaus ist nun wieder gut zu erkennen, wenngleich die Bäumchen noch eine Weile brauchen, um den anderen Bäumen in der Nähe "Konkurrenz" machen zu können. Bei der Neupflanzung wurden die originalen Abstände von jeweils sieben Metern berücksichtigt. Diesen Originalabstand hatte man an zwei alten Bäumen festgestellt, die im Gestru¨pp hinter der Kirche noch stehen.

Für die Maßnahme waren auch andere Bäume in diesem Bereich des Parkes, so genannte Wildwüchse, gefällt worden. Die große Blutbuche vor der Laurentius-Kirche dagegen darf vorerst stehen bleiben, solange es angesichts eines festgestellten Pilzes in der Gabelung nicht gefährlich ist.

Kein Englischer Rasen

Noch nicht abgeschlossen ist dagegen das Vorhaben, die Rasenfläche in diesem Bereich neu zu gestalten. Wie die Volksstimme berichtete, ist die Angleichung der Wiesenflächen rechts und links des Weges bereits erfolgt. Zuvor waren die Fundamente einer Freiluftarena aus den 60er-Jahren entfernt worden. Die Ebenen rechts und links der neuen Allee sind nun fast gleich hoch.

Bevor hier gesät werden kann, muss die Fläche aber noch etwas vorbereitet werden, bis tatsächlich wieder Gras über die ganze Sache wachsen kann. Es soll übrigens kein englischer Rasen werden, der da bald wachsen soll, erläutert die Planerin Ulrike Bischoff. Vorgesehen ist vielmehr Gebrauchsrasen. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass vermutlich auch weiterhin das Gelände von Spielenden Kindern der benachbarten Grundschule als Tobeplatz genutzt wird.