Viel Geld wollen die Magdeburger Verkehrsbetriebe haben, um dem Wunsch von Biederitzer Bürgern nachzukommen, die Busline 51 weiter in den Ort hineinzuführen.

Biederitz. Seit Ende vergangenen Jahres ist das Problem ungelöst. Die Linienführung des Busses der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) zwischen Magdeburg und Biederitz/Heyrothsberge musste verändert werden. Für viele Bürger ist damit der Fußweg zur Haltestelle länger geworden. Eine Bürgerinitiative sammelte Unterschriften für die Bitte, Abhilfe zu schaffen.

Seither hat sich einiges getan, doch der Bus fährt immer noch die bisherige Runde über die Bundesstraße 1 und den Parkweg. Die vielen, auch älteren Anlieger, zum Beispiel des Weidenrings, sind abgekoppelt.

Bürgermeister Kay Gericke hat mit Verantwortlichen der Magdeburger Verkehrsbetriebe das Gespräch gesucht. Nach den Ergebnissen erkundigten sich Bürger am Donnerstag während der Einwohnerfragestunde der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.

Der Bürgermeister berichtete, dass die Magdedurger Verkehrsbetriebe einer Verlängerung bis zum Bahnhof zustimmen und die Linie 51 bis zu den beiden Bahnbrücken fahren würde, wo genug Platz ist, eine Buswendeschleife und einen Pausenplatz für die Busfahrer einzurichten. Aber: Die Gemeinde müsste für die Verlängerung pro Jahr 130 000 Euro zahlen. "Dafür können wir die Bürger auch mit dem Taxi fahren lassen", kommentierte Kay Gericke die Forderung. Die MVB würden diese Kosten damit begründen, dass sich der Einsatz eines weiteren Busses notwendig mache, erläuterte er. Dieser Betrag sei durch die Gemeinde nicht zu schultern, fügte er an.

Dennoch sei eine Zwischenlösung in Arbeit: Es wird geprüft, ob eine kleine freie Fläche vor dem Aldi in der Heyrothsberger Straße als Wendeplatz ausreicht und genutzt werden könnte. Dann seien wenigstens die Anlieger des Weidenrings angeschlossen. Eine Stellungnahme der MVB dazu liegt aber noch nicht vor.