Eine überaus erfolgreiche und ereignisreiche Amtszeit von Flämingkönigin Ines Gärtner aus Jüterbog geht morgen mit dem 15. Fläming-Frühlingsfest in Magdeburgerforth zu Ende. Volksstimme-Mitarbeiterin Bettina Schütze sprach mit Ines Gärtner über ihre Amtszeit.

Volksstimme: Frau Gärtner, wann und wo wurden Sie Flämingkönigin 2010/2011?

Ines Gärtner: Ich wurde am 2. Mai des letzten Jahres in Zerbst gekrönt. Die Krönung findet traditionell zur Eröffnung des Fläming-Frühlingsfestes statt. Es war ein überaus bewegender Moment.

Volksstimme: Wie viele Auftritte hatten Sie im abgelaufenen Jahr 2010 bis Mai 2011?

Ines Gärtner: Es waren mehr als 70 Auftritte zu den verschiedensten Anlässen. Vor allem im September und Oktober, wenn viele Erntefeste sind, hatte ich an manchem Wochenende drei bis vier Termine. Ansonsten waren es meist ein bis zwei Veranstaltungen in der Woche.

Volksstimme: Wohin führte die weiteste ihrer Dienstreisen als Flämingkönigin?

Ines Gärtner: Meine weiteste Reise führte mich nach Bad Heiligenstadt in Thüringen. Dort fand das vierte Treffen der "Arbeitsgemeinschaft deutscher Königinnen" statt. Wir waren mehr als 120 Königinnen aus allen Regionen Deutschlands, wobei ich die Ehre hatte, als eine von ganz wenigen Hoheiten als "Dienstkleidung" eine Tracht tragen zu dürfen. Dies war und ist eine besondere Verpflichtung und Ehre für mich.

Volksstimme: Was war für Sie das bisher schönste Erlebnis?

Ines Gärtner: Flämingkönigin zu sein, das ist einmalig schön. Ich kann dies so gar nicht beantworten. Jeder Anlass ist verschieden, ob ein großes Fest in der Stadt oder ein kleines Dorffest, weil jede Veranstaltung ihren besonderen Charme hat. In meiner Heimat und in meiner Flämingtracht fühle ich mich immer wohl.

Volksstimme: Kann und muss man alles alleine organisieren?

Ines Gärtner: Nein, man kann und muss nicht alles alleine organisieren. Meine Partner sind unter anderem die Tourismusverbände und die Landkreise der Reiseregion Fläming. Besonders wichtig erscheint mir auch, dass man von der Familie und gegebenenfalls von seinem Arbeitgeber Unterstützung erfährt. Dieses war und ist in meinem Fall so und dafür bin ich sehr dankbar.

Volksstimme: Wer unterstützt Sie bei der Ausübung Ihrer Regentschaft?

Ines Gärtner: Große Unterstützung habe ich durch den Verein Fläming-Freunde e. V., dessen Gründungsmitglied ich bin. Ganz besonders Familie Koppehele und Familie Asmus unterstützen mich nach wie vor. Sie nehmen mir viel Vorbereitungsarbeit ab und begleiten mich zu verschiedenen Terminen. Unterstützung hatte und habe ich auch durch Handwerker und Gewerbetreibende aus der Region, und nicht zuletzt durch meine Familie. Ohne diese Unterstützung wäre der eine oder andere Termin nicht wahrzunehmen. Mein Arbeitgeber, ein großes Möbelhaus in Jüterbog, hat sogar meine Königinnentracht gesponsert. Allen Helfern möchte ich an dieser Stelle meinen ganz besonderen Dank aussprechen.

Volksstimme: Was würden Sie sich für die Arbeit der Flämingkönigin wünschen?

Ines Gärtner: Die Zusammenarbeit zwischen der Flämingkönigin einerseits und den Tourismusverbänden beziehungsweise den verantwortlichen Abteilungen in den Landkreisverwaltungen andererseits ist durchaus gut, aber sie kann und sollte noch ausgebaut werden.

Volksstimme: Wie ist Ihnen zumute, wenn Sie an den morgigen Tag denken?

Ines Gärtner: Ich sehe diesem Termin mit Freude, aber auch mit Wehmut entgegen. Beim Abschied von diesem Amt kann ich meine Tränen bestimmt nicht zurückhalten. Dafür war und ist meine Zeit als Flämingkönigin viel zu schön und die Erlebnisse sehr intensiv.

Volksstimme: Welche Aufgaben warten zukünftig auf Sie?

Ines Gärtner: Jede Flämingkönigin darf auch nach ihrer einjährigen Regentschaft den Titel Flämingkönigin weiterhin führen. Diese Zeit wollen wir nutzen, um das Amt der Flämingkönigin noch bekannter und attraktiver zu machen.

Weiterhin unterstützen wir die jeweils amtierende Flämingkönigin bei der Ausübung ihres wichtigen Amtes. Aus diesem Grund haben wir Flämingköniginnen am 12. Februar in Magdeburgerforth den Bund der Königinnen gegründet. Dieser Bund ist natürlich auch morgen zum 15. Fläming-Frühlingsfest federführend dabei. Er ist zukünftig Ansprechpartner hinsichtlich aller Belange der Flämingkönigin.

Ferner werde ich mich verstärkt um die Flämingregion mit ihrer vielfältigen Tradition, insbesondere die Flämingtracht, kümmern. Aus diesem Grund bin ich nun auch (Gründungs-)Mitglied im Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenverband i. G.

Volksstimme: Hat eine Flämingkönigin noch Wünsche?

Ines Gärtner: Da habe ich natürlich ganz irdische Wünsche. Es wäre schön, wenn wir alle möglichst gesund bleiben und auch unsere Jugend die Möglichkeit hat, in unserer Heimatregion Arbeit und Auskommen zu finden. Weiterhin wünsche ich mir, dass noch mehr Menschen in unsere Reiseregion Fläming kommen, um unsere Naturschönheiten zu erleben und einen sehr netten und natürlichen Menschenschlag kennen zu lernen.

Einen ganz lieben und besonderen Dank möchte ich zum Schluss noch loswerden. Danke an meinen Partner Steffen Kirsche, der immer mit gereist ist und mich in allem unterstützt hat. Er hat sich um alles Technische, sprich Internet und Visitenkarten, gekümmert.

Wenn es auch ein sehr anstrengendes und Freizeitverschlingendes Amt ist, so war dieses Jahr wohl mit eines der Aufregensten und Wunderbarsten in meinem Leben. Ich habe soviel Neues erfahren und viele neue liebe Menschen kennen lernen dürfen.

Allen, die dazu beigetragen haben, meinen herzlichen Dank.

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