Vor Ostern schlugen die Wellen hoch auf dem BBC-Sportplatz am Burger Flickschupark: Vereinschef Lars-Uwe Matthias wollte wegen zunehmender Sachbeschädigungen die Skater-Anlage, die sich auf dem Gelände befindet, am liebsten abbauen. Doch die Jugendlichen, die die Anlage nutzen, wollen sich nicht vertreiben lassen.

Burg. Als möglicher Moderator im Konflikt zwischen BBC-Vereinsleitung und den Skatern sieht sich Fabian Borghardt, Mitglied der SPD-Stadtratsfraktion, der sich jetzt vor Ort ein Bild machte und mit den Skatern ins Gespräch kam. Dabei machten Daniel Hellerle, Sascha Nickel und die anderen klar: "Wir lassen uns hier nicht vertreiben."

Die Bahn war vor fünf Jahren gebaut worden und hatte etwa 40 000 Euro gekostet. Dafür gab es eine etwa 30 mal 18 Meter große Pflasterfläche, mit Rampen und anderen Elementen versehen.

Mit der Inbetriebnahme der Skater-Anlage hatten die Jugendlichen Skateboard-Fahrer in Burg endlich ein Domizil. Bis dahin waren sie zum Ärger vieler in der Innenstadt, vor allem rund um den Gummersbacher Platz, mit ihren Brettern unterwegs gewesen.

Die Skater-Bahn am Flickschupark ist in dieser Jahreszeit sehr gut besucht. Zwischen 25 und 30 Jugendliche kommen jeden Tag, um ihrem Sport nachzugehen. Sie sind zwischen elf und 25 Jahre alt. Verabredet wird sich bei Facebook.

Die Skater sind bestimmt keine Chorknaben, für alle Sachbeschädigungen auf dem BBC-Gelände wollen sie sich aber nicht verantwortlich machen lassen, zumal das Grillen erlaubt sei. Anstelle von permanenten Drohungen seitens des BBC wünschen sich Daniel Hellerle, Sascha Nickel und die anderen ein konstruktives Gespräch. "Ich denke, es wird kurzfristig gelingen, Vertreter der Skater und des Vereinsvorstandes an einen Tisch zu bringen", so Fabian Borghardt. Er will das Thema in die SPD-Stadtratsfraktion tragen und ist sich sicher, dass auch seine Fraktionskollegen für den Erhalt der Anlage auf dem Sportplatz sind. Vorschläge, auf dem Gelände des Soziokulturellen Zentrums eine neue Anlage für Skateboard-Fahrer zu errichten, hält Borghardt für Utopie. "Erstens ist es eine Geldfrage, zweitens müsste eine neue Anlage andernorts von den Anliegern erst wieder akzeptiert werden", so Borghardt.

Bei einem Gespräch zwischen Vereinsvorstand und Jugendlichen könnte auch die Frage erörtert werden, ob die Skater als eigene Sektion nicht vielleicht in den Sportverein, bei dem sie jetzt zu Gast sind, integriert werden können. Ihre Sportart hat auf jeden Fall mehr Zulauf als manch andere.