Mit einer Grundsteinlegung in gut 20 Metern Höhe haben die Menzer symbolisch den Baustart ihres neuen Kirchturmes der St.-Paulus-Kirche gefeiert.

Menz. Seit der Zerstörung des Originalturmes im Jahr 1944 stand das beschädigte Gotteshaus auf dem Menzer Kirchberg ohne Turm da. Mitte der 50er Jahre wurde zwar mit dem Wiederaufbau der Kirche begonnen, aber der Kirchturmbau konnte nicht mehr realisiert werden, erinnerte Fritz Schmiel, der Vorsitzende des Fördervereines zum Wiederaufbau des Kirchturmes.

Mit 22 Mitgliedern war der Verein am 17. März 2004 gegründet worden. Seitdem dienten zahlreiche Aktivitäten auf dem Kirchberg und in der Kirche dem Zweck, Spenden für den Turmneubau zu akquirieren. Dass dabei die Menzer ein gutes Stück Kultur geboten bekamen, war mehr als nur positiver Nebeneffekt.

Einen ersten Grundstein legten die Menzer also schon nach dem Wiederaufbau im Jahr 1956. "Zwei Generationen später denken wir höher und wollen mit einem zweiten Grundstein ein weiteres Zeichen gegen die Vergänglichkeit setzen", so Fritz Schmiel, während seine Vereinsmitglieder in eine Kupferröhre symbolische Gegenstände "versenkten": eine aktuelle Ausgabe der Volksstimme, einige Münzen sowie ein Schriftstück mit den Namen derjenigen, die an dem Turmbau zu Menz mitgewirkt haben: Bauherr ist das evangelische Pfarramt Menz im Kirchspiel Biederitz. Die Planung übernahm unentgeltlich der Architekt Frank Royeck-Baxmann und die Statik sicherten Axel Rolfs und Ulrich Beyer. Den Zuschlag für die Bauausführung erhielt die A+Z Hochbau GmbH in Gommern. Gefördert wird das Vorhaben durch die Europäische Kommission.

Die Kupferröhre wurde in das inzwischen bereits um einige Meter gewachsene Mauerwerk eingelassen. Noch fehlt das Fachwerk mit einem ersten Dach, darauf kommt noch ein kleines Türmchen. Das Vorhaben, die im Umfeld der Kirche gesammelten alten Feldsteine für den Bau zu nutzen, musste fallen gelassen werden.

Bilder