Abiturienten nahezu aller Jahrgänge seit 20 Jahren haben am Sonnabend in Möckern am Festakt zum 20-jährigen Bestehen der Europaschule Gymnasium Gommern (EGG) teilgenommen. Die Veranstaltung war eingebettet in die jährlich stattfindende Europawoche.

Möckern/Gommern. Mit der Hymne "Freude schöner Götterfunken" eröffnete der Chor der Europaschule Gymnasium Gommern unter der Leitung von Gabriele Arndt-Robra die Veranstaltung in der gut besetzten Stadthalle von Möckern. In Gommern fehlt es an ausreichend großen Räumlichkeiten, was die EGGler schon mehrfach - auch zu den Abiturfeiern - nach Möckern kommen lässt.

Rund 270 ehemalige Gymnasiasten hatten die Gelegenheit zum Wiedersehen genutzt. Seit 20 Jahren gibt es das Gymnasium am Standort Gommern. Nach mehreren Umzügen in Außenstellen (auch in Biederitz und Möckern) fand sich erst vor wenigen Jahren die Gelegenheit, einzig im Gebäude an der Magdeburger Straße unterrichten zu können.

Seit dem Jahr 1997 hat die schule den Status als Europaschule. Eine Ausrichtung, die auch zum Erhalt des schulstandort Gommerns beigetragen habe, so Schuldirektor Henry Bouet. Die europäische Ausrichtung fand bereits im Jahr 1993 ihren Beginn, als erstmals über ein Schulprofil nachgedacht wurde, erinnerte Henry Bouet in seiner Rede: "Zu dieser Zeit war es noch nicht üblich, sich mit einem besonderen Inhalt von anderen Einrichtungen zu unterscheiden", so Bouet, "schließlich regelten Schuleinzugsbereiche die Schülerzugänge".

Inzwischen ist man in einer Zeit angelangt, in der von Schulstandortsicherungen und sogar Schulschließungen die Rede ist. Das EGG allerdings sei eine Schule, die kämpfen kann, so der Schulleiter zu den Schülern, Eltern und Lehrern. "Wir haben gekämpft und nicht verloren, wir haben auch nicht gewonnen, sondern wir haben dazugewonnen."

Auch die Zukunft werde eine komplizierte Zeit sein, mahnte Bouet und verwies auf die wichtige Bedeutung einer verantwortungsvollen Elternschaft. Die Ausrichtung auf Europa bleibt ein roter Faden in Gommerns Gymnasium. Die Schule versteht sich dabei als Teil der europäischen Schullandschaft und arbeitet an einem geeinten Europa: "Die Europaschule von Morgen wird dem neuen Europäer den Weg zeigen, über Grenzen hinweg zu kommunizieren", so Henry Bouet, der in diesem Jahr in den Ruhestand geht.