Für die Erfassungsstelle Burg, zu der auch Biederitz und Möser gehören, werden seit Montag etwa 5000 Menschen im Rahmen der Haushaltebefragung der Volkszählung, Zensus 2011, befragt. Parallel dazu werden alle Gebäude- und Wohnungseigentümer angeschrieben. Bis zum 30. Juni sollen die Fragebögen der meisten vorliegen.

Burg. Der 9. Mai 2011 gilt als Allerweltstag. "Wir haben keinen Feiertag und auch kein Schaltjahr, darum wurde dieser als Stichtag für die Volkszählung ausgewählt", erzählt Alexander Wapenhans, Leiter der Erhebungsstelle in Burg. Für die Befragung wird die Ist-Situation an eben jenem 9. Mai als Basis genommen. "Ein Baby, welches einen Tag später geboren ist, zählt dann nicht", erklärt Wapenhans.

80 Interviewer sind seit Montag in Burg und den umliegenden Ortschaften sowie in Biederitz und Möser unterwegs. Diese wurden in einer zweistündigen Schulung darauf vorbereitet. "Hauptsächlich wurden sie auf ihre Verschwiegenheitspflicht und dem vertrauensvollen Umgang mit den Informationen aufmerksam gemacht", erzählt Wapenhans. Neben Verschwiegenheit sind ordentliches Auftreten, eine gepflegte Ausdrucksweise und Sensibilität Kriterien, die die Interviewer erfüllen müssen. Bis zum 30. Juni müssen sie ihre vorgegebenen Haushalte befragt haben. "Wie viele sie an einem Tag machen, ist ihnen überlassen. Wir haben nur den Rat gegeben, es in den frühen Abendstunden und nicht an einem Sonntag zu versuchen", sagt Wapenhans. Um die "schwierigen Fälle" - unauffindbare Adresse, keine Rückmeldung - wird sich dann im Juli gekümmert. "Ich rate jedem, daran teilzunehmen. eine Verweigerung kann ein Bußgeld von 300 Euro bedeuten", betont der Erhebungsleiter.

Schon im Vorfeld wurden die Terminankündigungen teilweise verteilt. "Diese entspricht der eines Schornsteinfegers. Derjenige, der befragt werden soll, kann sich telefonisch melden, um den Termin zu bestätigen oder einen neuen vorzuschlagen", erklärt Wapenhans.

Beim Fragebogen handelt es sich um einfache Fragen. Dabei geht es nicht um das monatliche Einkommen und die Angaben zur Religion sind freiwillig. "Aufgrund der übersichtlichen Fragen rechne ich mit kaum Widerstand", hofft Wapenhans.

Wer keinen Fremden in seine Wohnung lassen möchte, kann den Fragebogen auch allein ausfüllen und zur Erhebungsstelle bringen bzw. per Post zusenden. Zudem gibt es die Möglichkeit, den Fragebogen online im Internet auszufüllen. Die zugehörigen Zugangsdaten befinden sich auf den Bögen. Die Beantwortung sollte innerhalb einer Frist von 14 Tagen erfolgen.

Am einfachsten und schnellsten ist das Ausfüllen gemeinsam mit dem Interviewer. "Eine Befragung dauert zwischen einer Viertel- und einer halben Stunde", erzählt Wapenhans.