Im Burger Erkenthierfeld wurde eine Bienenzucht zerstört. Imker Horst Keiper (78) beklagt neben dem Sachschaden auch den Verlust von 3000 Bienen. Obwohl sich der finanzielle Schaden mit 150 Euro in Grenzen hält, sind die Imker der Region alarmiert, da derzeit ein Giftanschlag noch nicht ausgeschlossen werden kann.

Burg. 3000 Tiere am Donnerstag tot vor dem zerstörten Bienenkasten - ein Volk und zwei Ableger sind stark geschädigt. Das hatte Horst Keiper in 50 Jahren als Imker noch nicht erlebt. War es "nur" Vandalismus oder ein gezielter Anschlag auf die Bienen - vielleicht mit Gift? Das wollen Keiper und Karl-Heinz Sperfeldt, Vorsitzender des Imkervereins Burg und Umgegend, genau wissen. Deshalb wurden die toten Bienen in das Julius-Kühn-Institut Braunschweig, amtliche Untersuchungsstelle für Bienenvergiftungen, eingeschickt.

Doch wer könnte einen Grund haben, Bienen absichtlich zu vergiften? "Natürlich muss noch geklärt werden, ob die Bienen tatsächlich vergiftet wurden oder ob sie durch andere Umstände zu Tode gekommen sind", unterstreicht Karl-Heinz Sperfeldt. Er kann sich aber vorstellen, dass sich jemand rächen wollte, der im Umkreis der betroffenen Bienenzucht vielleicht kürzlich von einer Biene gestochen wurde. Wahrscheinlicher ist es für Sperfeldt aber, dass es sich um einen weiteren Fall von Vandalismus handelt. "Das hatten wir erst vor einigen Wochen bei unserer Belegstelle im Krüssauer Forst. Zum Glück waren dort noch keine Bienen, die zu Schaden kommen konnten." Den bisher größten finanziellen Verlust für einen Imker gab es im letzten Jahr in Burg, als vier Bienenstöcke gestohlen wurden.

Im Erkenthierfeld wurde mit Knüppel und Eisenstange gegen die Bienen und ihre Behausungen vorgegangen. Für den Imker-Vereinsvorsitzenden sind solche Angriffe unverständlich. "Die Bienen sind nach Schwein und Rind unsere drittwichtigsten Haustiere, unterstreicht Karl-Heinz Sperfeldt die Bedeutung der Blütenbestäuber und Honigsammler.