Am Breiten Weg in Burg soll eine Minigolfanlage errichtet werden. Kostenpunkt: rund 220 000 Euro. Die Stadt plant auf diese Weise eine Vervollständigung des Ensembles zwischen dem künftigen Mehrgenerationenspielplatz an der Ecke Deichstraße/Schulstraße entlang der Ihle bis zur Fläche der ehemaligen Handschuhfabrik. Die Resonanz darauf fiel im städtischen Bauausschuss unterschiedlich aus.

Burg. Lohnt sich eine Minigolfanlage? Wird sie tatsächlich von Familien angenommen oder früher oder später eine Zielscheibe von Randalierern? Fragen, die auf der Sitzung des Bauausschusses diskutiert wurden. Auf jeden Fall hätte Burg mit solch einer Anlage ein Alleinstellungsmerkmal in der Region, das die Altstadt bereichern und für mehr Flair sorgen könnte, sagten Rolf-Rüdiger Roeder und Peter May von der Stadtverwaltung. Argumente, die beispielsweise Michael Schulz (Linke) vollends teilte. "Eine gute Idee. Mit meiner Familie habe ich das schon woanders genutzt." Wesentlich skeptischer sah Hansjürgen Wendrich (CDU-Fraktion) den Plan. Grund: Viel zu teuer, und erst einmal hätte ein Parkweg mit Sitzecke genügt. Andere Ausschussmitglieder, darunter Dr. Udo Vogt (FDP), sahen auch die Gefahr von Vandalismus.

Die Stadt setzt bei dem Vorhaben bewusst auf einen Ort, wo sich Bürger treffen und sportlich betätigen können. Die Anlage mit 14 Minigolfelementen aus Beton, Bänken, Fahrradanlehnbügel oder Betonklettertier soll auf jeden Fall eingezäunt und begrünt werden. Dreh- und Angelpunkt bleibe indes die Tatsache, einen Betreiber per Vertrag für das Areal zu finden - möglicherweise den daneben befindlichen Gaststätteninhaber. Der sollte nicht nur für Ordnung sorgen, den Rasen mähen, sondern auch die Schläger und Bälle zum Minigolfen gegen eine geringe Gebühr ausleihen. Die Verwaltung geht von etwa 160 Nutzungstagen aus, sagte Roeder. Die Erstausstattung von 50 Schlägern und 100 Bällen würde die Stadt dem Betreiber zur Verfügung stellen.

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