Burg. In dieser Woche haben die Abrissarbeiten auf dem Grundstück Breiter Weg 44 in Burg begonnen. Ein Nebengebäude ist bereits platt - und auch die Tage der ehemaligen Handschuhfabrik aus dem 19. Jahrhundert sind gezählt. Stück für Stück trägt der Abriss-Bagger das Gebäude ab.

Nach der Beräumung des Grundstückes, so sehen es die Pläne der Stadtverwaltung vor, soll der bereits vom Flickschupark bis zum Breiten Weg bestehende, innerstädtische Ihle-Grünzug über den Breiten Weg auf das jetzt frei werdende Grundstück zwischen Bio-Laden und kroatischem Restaurant verlängert werden. Gestaltet werden soll die etwa 2000 Quadratmeter große Fläche vor allem mit einer Minigolf-Anlage. Im Rahmen dessen soll auch das gegenüberliegende Grundstück Breiter Weg 9 verschönert werden.

Für und Wider

Das Projekt stößt bei Stadträten und Volksstimme-Lesern auf unterschiedliches Echo. Unter anderem wurde die Gefahr von Vandalismus auf diesem Sackgassengrundstück als Argument gegen eine Minigolf-Anlage ins Feld geführt. Auch der jetzt stattfindende Abriss eines weiteren Stücks Burger Industriegeschichte wurde kritisiert, unter anderem von Bernd Wiedemann. Dem setzt Volksstimme-Leser H.-Robert Rische entgegen, dass, wenn man solch ein Gebäude erhalten wolle, eine anschließende Vermarktung sichergestellt sein müsste. "Diese Industrieruine zu erhalten, das wäre in der heutigen Zeit gewiss möglich, aber wozu?", fragt Rische. Sinn würde es nur machen, so der Burger weiter, wenn in den 1970er Jahren nicht große Teile der Altstadt abgerissen worden wären, "dann ergebe es bestimmt ein schönes Altstadtbild mit musealem Wert, so aber war es nur ein Schandfleck".