Tucheim (bsc). Mehr als eintausend Besucher konnten am Sonnabend zum "Tag des offenen Hofes" und zum 20-jährigen Bestehen der Agrargenossenschaft Tucheim auf dem Milchhof und dem Festgelände am Jugendclub in Tucheim begrüßt werden. Unter den Gästen waren auch der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, Landwirtschaftsminister Dr. Hermann Onko Aeikens, der Präsident des Landesbauernverbandes Frank Zedler, der Bundestagsabgeordnete Manfred Behrens und Landrat Lothar Finzelberg.

Zum zweiten Mal nach 2004 fand die landeszentrale Auftaktveranstaltung "Tag des offenen Hofes" zur landesweiten Öffentlichkeitskampagne des Berufsstandes in Tucheim statt. Weitere 15 Höfe öffneten am Sonnabend in ganz Sachsen-Anhalt ihre Pforten. Agrarbetriebe nutzen diesen Tag, um einer breiten Öffentlichkeit Landwirtschaft, Tierhaltung und die damit verbundenen Besonderheiten näher zu bringen. So geschehen auch in Tucheim. Dort konnten die vielen Gäste einen Einblick in die Milchproduktion in einem modernen Betrieb erhalten. Ein vielfältiges Rahmenprogramm sorgte für einen unterhaltsamen Tag im "Fienerland".

Die Gäste um Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff nutzten den Besuch auch zu einer Betriebsbesichtigung. Norbert Kandora von der Agrargenossenschaft eG Tucheim versorgte die Gäste auf dem Rundgang mit vielen Informationen. "Wir wollen heute zeigen, wie hochwertige landwirtschaftliche Produkte hergestellt werden", so Helmer Rawolle, Geschäftsführer der Tucheimer Agrargenossenschaft. Dass während des Rundgangs ein Kälbchen geboren wurde, war purer Zufall, zog aber die Besucher in ihren Bann.

Dr. Reiner Haseloff stellte fest, dass "heute hier zu Recht gefeiert werden kann". Er habe große Achtung vor der Landwirtschaft, da er selbst damit aufgewachsen ist. Die Begegnung mit Kuh Trendy, der "Miss Sachsen-Anhalt 2010", bleibt dem Ministerpräsidenten wohl noch lange in Erinnerung. "Ich freue mich, die schönste Kuh Sachsen-Anhalts hier gesehen zu haben. Sie hat ein schönes Hinterteil und treue Augen."

Auch Landrat Lothar Finzelberg sprach sich für die Landwirtschaft aus. "Wenn man auch die Pappeln im Fiener in Frage stellt, die Kühe nicht. Ich möchte auch weiterhin Mutterkuhherden auf den Wiesen im Fiener sehen. Ohne Landwirtschaft gibt es hier kein Leben mehr."

In einem Festumzug durch den Ort wurde historische und moderne Landtechnik präsentiert. Die Herzen der Technikfreaks schlugen bei der Vorführung historischer Landtechnik und beim Schaudreschen höher. Bernd Buchholz und seine Mitstreiter hatten hier wieder ganze Arbeit geleistet.