Gut besucht war am vergangenen Sonnabend die Ausstellungseröffnung in der Kulturwerkstatt von Gommern. Es ist die dritte Ausstellung des Kunstvereines in diesem Jahr. Zu sehen sind seit dem Wochenende Werke von Annett Friedrich-Spill aus Theeßen und Ina Gattermann aus Magdeburg.

Gommern. Die Werke zweier Frauen aus der Region füllen seit Kurzem die Räume der "Kleinen Galerie" in Gommern. Wenngleich die Galeristin Ina Gattermann aus Magdeburg durchaus für große Collagen aus Alt- und Buntmetallen bekannt ist, so sind die Edelstahldesign-Schmuckstücke, die in Gommern ausgestellt werden, eher klein und vor allem - tragbar. Obwohl es eine Schal-Spirale in Kundenkreisen bereits zum Klassiker gebracht hat, so betont Ina Gattermann doch, dass alle Exponate Einzelstücke sind.

Als umtriebiger Workaholic wird sie von denen bezeichnet, die die Kunstschaffende und Kunstliebhaberin kennen, sagte Astrid Vanauer, die für die Kulturwerkstatt die Ausstellung in der Walther-Rathenau-Straße organisiert hat.

Unverkennbare Handschrift

Die Laudatio für die zweite Künstlerin - Annett Friedrich-Spill - hielt Gudrun Posner. Die Freundin von Annett Friedrich-Spill bescheinigte der Künstlerin eine unverkennbare Handschrift. Neben den abstrakten Bildern, die in Gommern zu sehen sind, schafft die in Theeßen arbeitende Malerin auch Naturstudien.

Die in Burg geborene und ausgebildete Damenmaßschneiderin hat sich schon zu Beginn der 90er Jahre auf das Kreative konzentriert und studierte an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee das Fach Modegestaltung.

Annett Friedrich-Spill sei nie am Ziel, sondern immer auf der Suche, beschrieb die Laudatorin ihre Freundin. Den Betrachtern ihrer Werke überlässt die Künstlerin ihre eigene Interpretation. Namen für die Bilder gibt es nicht. So sollen Freiräume geschaffen werden. "Ich möchte dem Betrachter die Möglichkeit geben, eigene Empfindungen mit meiner Bildsprache zu koppeln oder eigene Assoziationen zu finden", erklärt die Künstlerin.

Junge Musiker konnten überzeugen

Auch musikalisch hatte die Vernissage in Gommern viel an Kunstgenuss zu bieten. Zu hören waren die jungen Musiker Olivia Paasch an der Geige, Kristina Reichel an der Gitarre und Lukas Pannecke am Kon-trabass. Das junge Trio, das sich bislang keinen Namen gegeben hat, überzeugte mit drei swingenden Titeln, die allen Zuhörern Spaß machten.

Zu sehen sind die Werke der beiden Künstlerinnen in der Kulturwerkstatt Gommern noch bis zum 28. Juli. Geöffnet ist die "Kleine Galerie" immer montags bis donnerstags von 14 bis 16 Uhr und am ersten Sonntag des Monats von 15 bis 17 Uhr.

 

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