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Burg l Der Clausewitz-Preis der Stadt Burg wird seit 2006 verliehen. In diesem Jahr war der Festakt mit einem markanten Gedenktag verbunden. Am 16. November 1831 war Carl von Clausewitz verstorben. Dessen Todestag liegt heute damit 180 Jahre zurück.
Der Kustos der Erinnerungsstätte, Klaus Möbius, konnte die Preisverleihung mit einem nächsten würdigen Ereignis verbinden, dem im kommenden Jahr und 2013 in weiten Gebieten Deutschlands gedacht wird. 200 Jahre ist der Befreiungskrieg von Napoleon her, datiert in den Geschichtsbüchern mit 1812/1813. Teile des Jerichower Landes waren vor zwei Jahrhunderten selbst Orte von Gefechten.
Dem Clausewitz-Preisträger des Jahrgangs 2011, Stabshauptmann a. D. Rüdiger Kracht, schien das bewusst gewesen zu sein, was seinen Dankesworten unschwer zu entnehmen war. Zuvor aber hatte Burgs Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) das Wort. Er meinte, dass mit der jährlichen Vergabe des undotierten Preises maßgeblich die Pflege der "Clausewitzschen Tradition in Burg gefördert und unterstützt wird". In diesen Konsens passe seiner Auffassung nach, dass die Kreisstadt Burg das große Glück habe, auch im Zuge der anstehenden Bundeswehrreform Garnisonsstadt zu bleiben. "Darüber sind wir alle froh und erleichtert."
Die Laudatio für den Preisträger Rüdiger Kracht hielt Flotillenadmiral a.D. Viktor Toyka, Geschäftsführer der Deutschen Clausewitzgesellschaft. Kracht habe als Büroleiter der Geschäftsleitung der Gesellschaft bald erkannt, dass dort in Burg der Clausewitz-Freundeskreis und mit ihm die Erinnerungsstätte unterstützt, gepflegt und öffentlich so präsentiert werden sollte, dass noch sehr lange das Erbe des preußischen Militärreformers Carl von Clausewitz in Erinnerung bleibe und bewahrt werde. "Herr Kracht war in der Folgezeit praktisch die rechte Hand der Burger Clausewitzfreunde in der Leitung unserer Gesellschaft", meinte der Flottillenadmiral, wobei er die engagierte Ehrenamtsarbeit des Kustos Klaus Möbius mit hervorhob. Der Burger antwortete in seinem Grußwort, dass ohne "zielgerichtete Zusammenarbeit mit der Clausewitz-Gesellschaft die Erinnerungsstätte in Burg nicht das wäre, was sie mittlerweile auch international darstellt". Zum erreichten Verbleib der Bundeswehr in Burg fügte er an: "Das sind unsere Soldaten in unserer Garnisonsstadt."
Der neue Preisträger gab das an ihn gerichtete Kompliment an Klaus Möbius weiter, in dem er ihn als Kustos der Erinnerungsstätte mit den Worten charakterisierte: "Er bewahrt mit Idealismus und Herzblut das Gedenken an den jungen Clausewitz" und ließ den Nachsatz folgen: "Worüber ich mich heute noch freue, dass ich Herrn Möbius 2000 überreden konnte, Mitglied der Deutschen Clausewitzgesellschaft zu werden. Das hat mit Bestimmtheit beiden Seiten einiges gebracht."
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Neubaustrecken haben mit den neuen Preisen nichts zu tun, die werden zu 90% vom Bund gefördert.