Ein Brand hat gestern Vormittag in Biederitz das Hab und Gut der Familie Koetter vernichtet. Es war weniger das Feuer als viel mehr der rußige Qualm, der den Hausstand der Koetters unbrauchbar gemacht hat.

Biederitz l Es ist 9.14 Uhr, als in Biederitz die Sirenen heulen. Feueralarm! Nur wenige Minuten später rückt das erste Biederitzer Löschfahrzeug aus, schiebt sich mit Signal und Blaulicht durch die Bahnhofstraße. Brandort ist eine Doppelhaushälfte in der Heyrothsberger Straße. Um 9.23 Uhr erreichen die ersten Kameraden den Einsatzort. Aus dem unteren Fenster zur Straße hin und aus der Eingangstür dringt dichter, dunkler Qualm. Die Lage wird kurz eingeschätzt, Schläuche rollen über den Gehweg, ein erster Trupp mit Atemschutzgeräten und schützendem Helm dringt in das Haus ein. Davor stehen die Bewohner Astrid und Bernd Koetter.

Der Mann berichtet, dass er Kohlen im Kachelofen nachgelegt habe. Dann wollte er wegfahren, doch der Roller sprang nicht an. Plötzlich sah er Qualm aus dem Haus dringen. Er wollte noch ins Haus hinein, aber der Rauch verwehrte die Sicht.

Einsatzleiter Markus Arich agiert professionell, gibt Anweisungen, stellt einen Ersatztrupp für die Kameraden bereit, die im Inneren ihren Job erledigen.

Inzwischen ist längst ein zweites Feuerwehrfahrzeug aus Biederitz und eines aus Heyrothsberge zum Brandort geeilt. Später stößt ein Dutzend Kameraden aus der Gerwischer Feuerwehr mit zwei Autos hinzu. Insgesamt sind 30 Frauen und Männer im Einsatz.

Der Brand ist relativ schnell gelöscht. Die Einsatzkräfte berichten, dass wohl der Kachelofen Ausgangspunkt des Feuers gewesen sei. Ein kräftiger Lüfter fegt den stickigen Qualm aus dem Haus, das nicht mehr bewohnbar ist. Vor Ort verabreden Bürgermeister Kay Gericke und Ortsbürgermeisterin Karla Michalski aus Gerwisch Hilfe. Aus Gerwisch kommen Betten. Die Eheleute werden mit ihrem erwachsenen Sohn in ein Haus in die Friedhofstraße ziehen.

 

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