
Stefanie Nagel fährt vom 20. bis 29. Januar zur Internationalen Grünen Woche nach Berlin. Sie betreibt seit sechs Jahren das Teegeschäft "Tee&Cafe Cult" in der Burger Innenstadt. Die Messe bedeutet für sie "absoluten Stress", aber auch "Werbung über Kreisgrenzen hinaus". | Foto: Kristin Schulze
Stefanie Nagel fährt vom 20. bis 29. Januar zur Internationalen Grünen Woche nach Berlin. Sie betreibt seit sechs Jahren das Teegeschäft "Tee&Cafe Cult" in der Burger Innenstadt. Die Messe bedeutet für sie "absoluten Stress", aber auch "Werbung über Kreisgrenzen hinaus". | Foto: Kristin Schulze
Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau stehen im Mittelpunkt der Internationalen Grünen Woche. Der Landkreis beteiligt sich in diesem Jahr nicht, einige Unternehmen werden das Jerichower Land aber auf eigene Faust repräsentieren.
Burg/Genthin l Wenn in Berlin vom 20. bis zum 29. Januar die Internationale Grüne Woche stattfindet, wird es nicht wie in den vergangenen Jahren einen Stand des Landkreises geben.
Jerichower-Land-Sprecher Henry Liebe: "Wir waren dort sonst intensiv vor Ort, aber es rechnet sich einfach nicht." Die Kosten-Nutzen-Rechnung ginge nicht auf, gewünschte Effekte blieben aus. "Das Geld, was wir da reingesteckt haben, können wir anderweitig besser investieren", ist Liebe überzeugt.
Berlinbesucher müssen nicht auf JL-Produkte verzichten
Dennoch werden die Berlinbesucher bei der Grünen Woche nicht gänzlich auf Produkte aus dem Jerichower Land verzichten müssen.
Stefanie Nagel und Olaf Wittig werden dort sein. Sie betreiben in Burg das Teegeschäft "Tee Cafe Cult". Momentan assoziieren beide mit der Messe "absoluten Stress". Die Unternehmer werden dort ihre Liköransatzmischungen und natürlich Tee präsentieren. Allein 200 Kilogramm vom Ananas-Pfirsich-Tee kommen ins Messegepäck. "Das ist unsere beliebteste Sorte", sagt Stefanie Nagel. Die Vorteile der Grünen Woche liegen für sie und ihren Mann Olaf Wittig auf der Hand: "Viele Großhändler sind vor Ort. Wenn die was kaufen, lohnt sich das natürlich richtig." Etwa 6 000 Euro bezahlen die beiden für ihren Stand. "Ohne Förderung vom Land Sachsen-Anhalt wäre es noch teurer", sagt Stefanie Nagel. Und: "Schade, dass vom Landkreis nichts kommt. Schließlich machen die Unternehmen in Berlin kräftig Werbung für das Jerichower Land."
"Wenn man die Kosten rausbekommt, ist es gut gelaufen", sagt Olaf Wittig. Einen großen Gewinn dürfe man nicht erwarten. "Was sich lohnt, ist das Nachmessegeschäft. Gerade um überregional bekannter zu werden, ist die Messe eine Riesenchance."
Auch die Eltern von Stefanie Nagel fahren nach Berlin. "Elbwurm Nagels Landwurst", heißt die Firma von Hans-Jürgen Nagel. "Unsere Spezialität ist der Elbwurm", erzählt der Unternehmer aus Trypphena, der sein Geschäft in Magdeburg hat. "Das ist eine dünne Salami." Und: "Wir fahren schon zehn Jahre lang zur Grünen Woche." Die Gründe liegen für Nagel auf der Hand: "Das ist eine Chance, sich über die Region hinaus bekannt zu machen. Bessere Werbung gibt es nicht." Aber auch er sagt: "Das wird zwar vom Landwirtschaftsministerium gefördert. Trotzdem ist es alles andere als billig."
Weiterer Berlin-Höhepunkt aus JL-Sicht: Leckerer Branntwein aus Loburg. Die Standbetreuung der Brennerei von Erich Kuhlmann wird Bernhard Stöhr übernehmen. "Bei uns gibt es Obstbrände und natürlich den Verkaufsschlager: Chili-Likör".
Die Vorteile der Messe überwiegen auch für Stöhr: "Alles, was in der Ernährungswirtschaft Rang und Namen hat, präsentiert sich hier, man hat den direkten Kontakt zum Kunden. Man darf nur nicht erwarten, in dieser Woche Geld zu verdienen. Man muss langfristig denken."
Branntwein, Marmelade und königliche Hoheiten
Tee, Wurst und Alkohol aus dem Jerichower Land werden an allen Messetagen in der Sachsen-Anhalt-Halle (23b) zu finden sein. Dort werden auch Mitarbeiter der Wasserburg zu Gommern das Hotel, den Gasthof und die Brauerei vorstellen.
Andrea Hofmann ist die Projektleiterin der Internationalen Grünen Woche. Sie bedauert den Rückzug des Landkreises: "Das trifft die kleinen Direktvermarkter. Sie können sich das alleine nicht leisten."
Eine von ihnen ist "Marmeladenfee" Sigrid Rau aus Gladau. "Ich bin schon das fünfte Mal dort, das ist eine schöne Werbung." Sie präsentiert in Berlin Fruchtaufstriche, Kartoffelmarmelade und vieles mehr. Ihr Ehemann Rolf Rau wird an ihrem Stand seinen Honig verkosten lassen. "Wir sind in Halle 4.2 zu finden", erzählt die Gladauerin.
Nachdem es den Stand des Landkreises nicht mehr gibt, hat sie sich der Landesarbeitergemeinschaft (LAG) Urlaub und Freizeit auf dem Lande angeschlossen. "Ich finde es schade, dass das Jerichower Land sich nicht mehr durch einen eigenen Stand repräsentiert."
Das übernehmen neben den Einzelkämpfern die Hoheiten des Jerichower Landes. Marina Conradi, Leiterin der Genthiner Touristinformation: "Elbauenkönigin Luise Windelband und Kartoffelkönigin Caroline Lange sind am 23. Januar in Berlin. Sie verteilen Infomaterial und informieren über historische Feste und Traditionen." Sie werden am touristischen Gemeinschaftsstand Sachsen-Anhalts und anderen Ständen stehen.
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Hier in Deutschland muß der Polizist nachweisen, dass sein Handeln "gerechtfertigt " war. NEIN ,falscch - der Täter muß nachweisen ,dass das Handeln der Ordnungsorgane nicht gerechtfertigt war. Bsp. USA: wer dort Polizisten angreift oder verletzt wird über ein Sofortgericht ohne viel Federlesen für ein Jahr eingebuchtet. Und hier in Deutschland Bsp. Demos sind sogar Politiker dabei wenn es um Gewalt,Zerstörung,Vandalismus,Angriffe auf die Polizei geht.Bestes Beispiel Gorleben - jedes Jahr.Wenn ich das machen würde wäre ich für Jahre weggesperrt !
völliger Schwachsinn der Tunnel ist völlig ok und es wird auch zeit das Oschersleben nicht immer "2 geteilt" ist es nervt, so oft wie man vor den Schranken steht !!! Sollten dann aber die Bahnübergänge Fabrikstraße und Anderslebener Straße geschlossen werden gibt es nur noch einen weiteren Bahnübergang was für Oschersleben zu wenig ist. Man müsste mind. 1 weitere Möglichkeit lassen für Notfälle. man weiß ja nie .....
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