Möser (dpa/cm) | An den Elbwiesen bei Magdeburg sind zehn totgebissene Schafe entdeckt worden. Die etwa ein Jahr alten Lämmer wiesen Bissspuren an der Kehle und am Kopf auf, wie Andreas Berbig von der Referenzstelle Wolfsschutz am Mittwoch sagte. Es sei nicht mit Sicherheit zu sagen, ob ein Wolf oder ein Hund hinter dem tödlichen Angriff stecke. Da bei dem Vorfall am Montag eine Wolfsattacke nicht auszuschließen sei, könne der Schäfer beim Land einen Antrag auf Entschädigung stellen. Laut Berbig gab es in diesem Jahr in der Gegend bereits zwei Vorfälle mit insgesamt drei gerissenen Schafen. Auch hier kommen Wölfe als Angreifer in Betracht.

Eine eindeutige Klärung sei teuer und werde deshalb nur selten angewendet, sagte Berbig. In Sachsen-Anhalt sind mehrere Wolfsrudel heimisch, etwa in der Altengrabower Heide und der Colbitz-Letzlinger Heide. Die Tiere legen auf der Suche nach Nahrung mitunter auch große Distanzen in kurzer Zeit zurück.