Die Wohnungsbaugesellschaft Gardelegen will in diesem Jahr rund 347000 Euro für Instandhaltungsarbeiten ausgeben. Unter anderem werden Außenanlagen neu gestaltet.

Gardelegen l Wenn die Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) Gardelegen dieser Tage auf 20 Jahre zurückblickt - sie war aus der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft hervorgegangen -, dann können die Mitarbeiter um Geschäftsführer Wolfgang Oelze sowie die Verantwortlichen in Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung stolz auf das Erreichte zurückblicken. Doch die Hände werden deswegen nicht in den Schoß gelegt, es wird auch 2014 kräftig investiert. Zu den knapp 1,5 Millionen Euro für Bau- und Sanierungsvorhaben (wir berichteten) kommen weitere 347000 Euro für Instandsetzungsarbeiten. Im Schlüsselkorb sollen vor einigen Wohnblöcken die Grünanlagen hergerichtet werden, in einigen Gebäuden werden die Treppenhäuser saniert (einzelnen Vorhaben siehe Infokasten).

Grund zur Freude hat die Wobau auch, wenn sie über den Leerstand berichtet. Denn die hundertprozentige Tochter der Hansestadt Gardelegen war auch im vergangenen Jahr wieder positiver Spitzenreiter im Vergleich der 64 kommunalen Wohnungsgesellschaften in Sachsen-Anhalt. "2013 lagen wir komplett unter vier Prozent", sagte Wolfgang Oelze. Im Dezember lag der Leerstand bei 3,38 Prozent. Beim Letztplatzierten liegt der Leerstand bei etwa 30 Prozent.

Ein Grund für das gute Wobau-Ergebnis dürfte sein, dass sie seit Jahren bei Sanierungen und Umbauten von Gebäuden den Bedarf im Blick hat. Denn die Lage der Wohnung und die Ausstattung sind ebenso Kriterien für die Wahl einer Wohnung wie die Höhe der Miete und Angehörige in der Nähe. Diese Kriterien wurden bei einer Umfrage unter den Wobau-Mietern als häufigste Gründe genannt, nach denen sich Mieter entscheiden oder entschieden haben.

Die Wohnungsbaugesellschaft Gardelegen hat im eigenen Bestand derzeit 1422 Wohnungen. Zudem verwaltet sie 235 Wohnungen in den Ortsteilen, die mit den Eingemeindungen zum Stadteigentum geworden waren, und verwaltet als Dienstleister die Wohnungen von drei größeren Eigentümergemeinschaften.

Auch wenn der Leerstandswert in den Ortsteilen noch deutlich höher ist als der in der Kernstadt Gardelegen, ist ein positiver Trend vorhanden. Anfang 2011, bei der Übernahme der kommunalen Wohnungen in den Dörfern, lag der Leerstand bei fast 23 Prozent. Jetzt liegt er bei knapp 15 Prozent. Das liegt zum Teil auch daran, dass zum Beispiel in Estedt und Lindstedt Gebäude verkauft oder, wie in Jävenitz, abgerissen worden sind. "Derzeit ist die Nachfrage nach Wohnungen in den Ortschaften aber sehr gut", sagte der Wobau-Geschäftsführer.