Einmal im Jahr wird es beim Letzlinger Männergesangsverein richtig heiß - wenn dieser zum Baumverbrennen einlädt. Bei bestem Wetter hielten es die Chormitglieder und viele Letzlinger am Sonnabend lange aus.

Letzlingen l "Hab mein Wagen vollgeladen, voll mit schönsten Bäumen" - das hätte am Sonnabend Gespannbesitzer Frank Grabau singen können. Während der Letzlinger mehr oder weniger zu Fuß unterwegs war, um die Weihnachtsbäume an den Straßen einzusammeln, saßen Ronny Bartsch und Steffen Grabau am Ende hoch oben und hielten so einige Bäume fest, um auf der Einfahrt zur Brachfläche am Heinrich-Heine-Weg nicht noch Fracht zu verlieren.

"Sie wollten unbedingt sehen, wie hoch sie kommen, aber mehr gingen dann nicht drauf", sagte Grabau schmunzelnd. 124 Weihnachtsbäume waren auf der zweiten Anhängerfuhre, wo Bartsch und Grabau oben auf saßen. Schweißtreibend war der Vormittag nicht nur für die Helfer beim Laden der Bäume, sondern auch für Hanni und Nanni, denn die zwei Kaltblüter zogen den Wagen durch Letzlingen, den ganzen Vormittag lang.

Insgesamt hatte der Vorsitzende des Männergesangsvereins, Andreas Bartsch, 211 Bäume gezählt, die auf der Brache im Laufe des Nachmittags verbrannten. Die ersten Gäste waren bereits da, bevor die Bäume angezündet wurden, schließlich gab es dort Deftiges für den Gaumen und sonnige Plätze zum Sitzen.

Wie es sich für einen Männergesangsverein gehört, wurde beim Weihnachtsbaumverbrennen auch gesungen: Mit "Oh Tannenbaum" verabschiedeten die Sänger die Weihnachtsbäume. Passender hätte der Abgesang nicht sein können. Während die Kameraden der Letzlinger Wehr nur als Helfer im Notfall da waren, entzündete Jens Diwok das Feuer und holte einen Baum nach dem anderen heran. Einige besonders handliche Bäume waren jedoch noch für eine andere Aufgabe vorgesehen: für den Weihnachtsbaumweitwurf. Nächster Termin für die Sänger ist die Jahreshauptversammlung am 24. Januar.

 

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