Die Künstlerstadt Kalbe wird international. Nicht erst mit dem Sommercampus 2014 werden dort junge Künstler aus dem Ausland erwartet. Das wurde am Sonnabend im Zuge einer nachträglichen Weihnachtsfeier bekanntgegeben.

Kalbe l "2014 werden wir noch größer", verspricht Künstlerstadt-Initiatorin Corinna Köbele. Während sie am Sonnabendabend im evangelischen Gemeinderaum in erwartungsvolle Gesichter blickt, klingelt ein Glöckchen im Zipfel ihrer roten Mütze. Denn Köbele hat ihre Mitstreiter zu einer nachträglichen Weihnachtsfeier eingeladen - vorher war kein Termin zu finden - und lässt nun nicht nur das vergangene, sehr ereignisreiche Jahr Revue passieren.

Es sind vor allem die Ausblicke auf Kommendes, die aufhorchen lassen. So werden zum Sommercampus 2014 - er ist vom 26. Juli bis zum 13. September geplant - nicht nur Stipendiaten aus Deutschland in Kalbe erwartet, sondern auch welche aus den Niederlanden, aus Tschechien, Polen, Dänemark und sogar Südkorea. Bereits einige Wochen vorher haben sich mit Telma Santos und Tiago Oli-veira zwei Bildhauer aus Portugal angekündigt. Sie wollen in der Ruhe der Altmark neue Inspirationsquellen finden. Schon jetzt werden für die beiden Künstler Paten gesucht.

"Bekommen wir vorher einen Sprachkurs?"

Köbele kündigt zudem an, dass es eine Kooperation mit dem renommierten Goethe-Institut geben werde und dass dieses die Stipendiaten-Wohnungen in Kalbe international anbieten könne. "Bekommen wir alle vorher noch einen Englisch-Sprachkurs", fragt Angela Ufer daraufhin lachend. Auch sie hat 2013 als Patin einer Stipendiatin gewirkt und hält sämtliche Ereignisse im Zuge des Künstlerstadt-Projektes fotografisch für die Nachwelt fest.

Und wie es sich für eine Weihnachtsfeier gehört, erhalten Ufer und alle anderen Mitstreiter des Künstlerstadt-Projektes natürlich auch Präsente. Corinna Köbele, die beim Verteilen von Doreen Meyer, der Schatzmeisterin des Künstlerstadtvereins, unterstützt wird, bittet jeden einzeln nach vorn. Es gibt herzliche Worte des Dankes und viele Umarmungen.

Und dann folgt auch noch eine weitere Überraschung. Sigrid Fricke, die sich ebenfalls sehr für die Künstlerstadt engagiert, hat ein langes Gedicht geschrieben, in dem so gut wie jeder der Mitstreiter mit einem eigenen Vers bedacht ist. Da macht das Zuhören Spaß - und der anschließende Gang zum Büfett auch.

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