Gardelegen (cah) l Voraussichtlich im Frühjahr beginnt der grundhafte Ausbau der Weteritzer Landstraße einschließlich einer Ergänzung beziehungsweise Neubaus von Nebenanlagen und einer Erneuerung des Trink- und Abwasserleitungsnetzes. Es handelt sich um eine Gemeinschaftsaktion der Landesstraßenbaubehörde Nord, des Wasserverbandes Gardelegen und der Stadt Gardelegen. Erst genannte Behörde ist für den Straßenbau zuständig, da es sich um eine Landesstraße handelt. Der Wasserverband zeichnet für das Leitungsnetz verantwortlich, und Träger der Nebenanlagen ist die Stadt Gardelegen. Für die Rekonstruktion der Nebenanlagen liegt jetzt das Baukonzept vor.

Erneuert wird der gesamte Straßenabschnitt der Weteritzer Landstraße beginnend vom Kreisverkehr bis zum Ortsausgang in Richtung Weteritz. Die Ausbaulänge umfasst knapp 670 Meter. In der Planung enthalten ist auch eine Linksabbiegerspur an der Einmündung zum Ziepeler Weg, ebenso im Bereich der Anbindung Matthias-Claudius-Straße. Dort soll für den nach links abbiegenden Verkehr ein Fahrstreifen mit Aufstellbereich angeordnet werden. Für den Fußgängerverkehr in Richtung Claudiusstraße wird eine Überquerungshilfe geschaffen. Die am Ziepeler Weg vorhandene Fußgängerampel bleibt bestehen, muss aber versetzt werden. Das trifft auch für die am nördlichen Fahrbahnrad befindliche Haltestelle des ÖPNV zu. Die muss im Zuge der Gestaltung der Aufmündung zur Claudiusstraße um 22 Meter in östliche Richtung versetzt werden.

Die Straße selbst wird vom Grundsatz her in einer Breite von 6,50 Metern grundhaft ausgebaut. Der vorhandene Gehweg an der Weteritzer Landstraße wird erhalten. Auf der anderen Straßenseite wird ein Radweg entstehen. Auf dem Abschnitt Ziepeler Weg bis zum Ortsausgang soll dann ein kombinierter Geh- und Radweg gebaut werden. Außerdem wird ergänzend von der Aufmündung der Matthias-Claudius-Straße der Gehweg ein Stück - bis zum Ende der Wohnbebauung - verlängert. Im Rahmen des Bauprojektes wird die Stadt zudem einen Regenwasserkanal neu bauen.

Die Erneuerung der Weteritzer Landstraße ist seit Jahren in der Planung. Bisher scheiterte eine Realisierung an der Mittelbereitstellung durch die Landesstraßenbaubehörde, denn alle drei Partner wollten dieses Projekt - um Kosten zu sparen - nur in einer Gemeinschaftsaktion auf den Weg bringen. Relativ kurzfristig hatte das Land für 2014 Mittel für die Weteritzer Landstraße avisiert. Der Stadtrat hatte bereits im Dezember des vorigen Jahres die Übernahme des städtischen Anteils beschlossen. Der liegt bei 235000 Euro. Der Straßenbau ist mit 542000 Euro veranschlagt, der Wasserverband zahlt für seinen Part rund 575000 Euro.

Am kommenden Montag, 20. Januar, wird sich als erster Fachausschuss des Stadtrates der Bauausschuss mit dem Ausbaukonzept befassen. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19 Uhr im Gardeleger Rathaussaal.