Gut behütet im Wortsinn begannen die Jeggauer Fasslomstüber gestern ihren Heischezug durch Eigenthum und Jeggau. Angeführt von Schultenknecht Andreas Plock zogen sie von Haus zu Haus, um die Vertreibung des Winters zu verkünden.

Jeggau l Wenn das Fasslomfest in Jeggau beginnt, dann ziehen die meisten der 31 Vereinsmitglieder - ausnahmslos Mit-glieder, wie die Herren auch gestern nicht müde wurden zu betonen - ihre Wanderschuhe an. Denn das dreitägige Fasslomfest in Jeggau und Eigenthum beginnt jeweils freitags zu Fuß mit dem Heischezug durch die beiden Orte. Besucht wird jedes Haus und jede Hofstelle. Angeklopft wird an jede Tür. Und mit wohlgeübten Worten bittet der Schultenknecht die Bewohner um reichlich Gaben, wie Eier, Speck und Wurst. Im Gegenzug versprechen die Fasslomstüber die Vertreibung des Winters und die Fürbitte für eine gute Ernte.

Begleitet wurde der Schultenknecht gestern von den Schöffen Christian Fehse-Fohrholz und André Schmidt. Wurstkorb-, Eierkorb- sowie Schnapsträger waren Steven Hintze, Klaus-Peter Köhler, Matthias Krümmel und Yannick Grund. Die Hauskasse und die Straßenkassen wurden von Maik Lenz, Denny Giggel, Toni Berlin und Sebastian Hensel verwaltet. Klaus Reichardt und Peter Wesch begleiteten den Zug mit ihren Teufelsgeigen.

Weiter geht das Fasslomfest heute Abend ab 21 Uhr mit dem Fasslomball im Jeggauer Saal, zu dem herzlich eingeladen wird und jeder willkommen ist. Dann können die Damen den Fasslomstübern die zuvor geschenkten Schleifen beim Tanz wieder abnehmen - nicht zu vergessen, die Wurstversteigerung und die Ehrung des Schleifenkönigs.

Morgen geht es von 11 bis 13 Uhr mit dem Eierbackessen weiter. Anschließend wird Ortsbürgermeister Matthias Krüger die Wurstkrone überreichen. Danach beginnt der Umzug durch das Dorf, mit dem sich die Fasslomstüber für die gegebenen Gaben bedanken. Anschließend spielen die Kalbenser Blasmusikanten zu Kaffee und Kuchen im Saal, der Schuldenkönig wird geehrt und erneut Wurst versteigert.

   

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