Die Sanierung des Weltkriegsdenkmals und des Fußbodens im Dorfgemeinschaftshaus sind die Investitionen, die die Wannefelder Ortschaftsratsmitglieder in diesem Jahr favorisieren. Das Denkmal stand bereits auf der Liste, als Wannefeld freiwillig zur Stadt Gardelegen kam.

Wannefeld l "Jedes Jahr ist in Wannefeld etwas passiert, wir hoffen, dass unsere Wünsche auch dieses Jahr erfüllt werden", sagt Ortsbürgermeister Gustav Wienecke. Zweimal bereits hatte der Ortschaftsrat beantragt, das Kriegsdenkmal, das an den Ersten Weltkrieg erinnert, zu sanieren. In diesem Jahr steht es nun wieder auf dem Plan. Darauf verständigte sich der Ortschaftsrat, teilte Wienecke mit: "Da sollte man Geld in die Hand nehmen."

"Da ist sicherlich eine grundsätzliche Sanierung nötig", so der Ortsbürgermeister. Kaum noch zu lesen sind die Namen der Wannefelder, die im Krieg von 1814 bis 1818 starben. "Da müsste vielleicht eine Metallplatte angebracht werden, auf der die Namen eingraviert werden", so Wienecke. Die Inschrift im oberen Bereich ist ebenfalls kaum noch erkennbar. Die Fugen des Denkmals waren bereits an einigen Stellen nachgebessert worden. Die Wannefelder Feuerwehr hatte den Gedenkstein vor längerem mit einem Hochdruckreiniger abgespritzt. Wienecke: "Da war sonst gar nichts mehr zu erkennen." An der Seite zieren zwei Granaten den Stein. "Da könnten wir drauf verzichten, die sind nicht mehr zeitgemäß", so der Ortsbürgermeister. 2013 hatte die Bundeswehr das Denkmal gereinigt, nachdem Aktivisten des War-Starts-Here-Camps es mit Farbe beschmiert hatten.

Ein weiterer Wunsch der Wannefelder: die Erneuerung des Fußbodens im Dorfgemeinschaftshaus. "Da müsste nur das Parkett abgeschliffen werden, dann hält das wieder ewig", so Wienecke. Im vergangenen Jahr war das Haus trocken gelegt worden, an einigen Stellen war Schimmel aufgetreten. Außerdem wurden die Fenster neu versiegelt. 14 Mal war das Haus vermietet worden, außerdem nutzen es einige Vereine aus dem Dorf. Um die Organisation kümmert sich Familie Jacobs aus Wannefeld. Wienecke: "Das klappt super." Viele Jahre war zuvor Elise Hötling dafür verantwortlich. Wienecke: "Mit absoluter Zuverlässigkeit."

Eichenstamm soll eine Skulptur werden

Langfristig hat der Wannefelder Ortsbürgermeister den Wunsch, dass aus der Eiche auf dem Dorfplatz, die gefällt werden musste, eine Holzskulptur entsteht. Wienecke: "Das wäre schön, wenn wir der ein zweites Leben einhauchen könnten." Die Kosten belaufen sich auf etwa 2000 Euro, im Stadtrat und beim Rundgang zum gemeindlichen Entwicklungskonzept hat Wienecke diesen Wunsch bereits vorgetragen.

Optimistisch ist der Ortsbürgermeister, der noch bis 2015 im Amt ist, dass sich ausreichend Kandidaten für den neuen Ortschaftsrat finden, der am 25. Mai gewählt wird. "Einige haben bereits ihre Bereitschaft signalisiert", so Wienecke. Er selbst werde erneut für den Stadtrat über die Freie Liste antreten, kündigte der 64-Jährige an.