Stendal/Gardelegen l Drei Männer aus Gardelegen, 25, 29 und 30 Jahre alt, sollen sich vor dem Landgericht in Stendal wegen schwerwiegender Raubzüge in ihrer Heimatstadt verantworten. Dabei geht es um zwei bewaffnete Raubüberfälle auf die Sprint-Tankstelle in der Letzlinger Landstraße und auf eine von sozial Schwachen bewohnte Einrichtung in Gardelegen.

Auftakt missglückt

Doch der Prozessauftakt gestern Nachmittag ist missglückt. Denn während der als Haupttäter geltende 29-Jährige aus der U-Haft vorgeführt wurde und der in Berlin geborene 25-Jährige erschien, blieb der 29-Jährige verschollen. Auch seine Verteidigerin konnte ihn nicht erreichen. Sofern der vom Gericht gestern ausgesprochene Haftbefehl Erfolg hat, soll der Prozessauftakt heute nachgeholt werden.

Worum geht es? Erstens um den Überfall auf die Tankstelle am 3. Januar vorigen Jahres. Maskiert und mit einer Soft airpistole bewaffnet, bedrohte ein Mann die Kassiererin, die ihm rund 7400 Euro aus Tresor und Tageskasse übergab. Nach gleicher Masche lief der zweite Überfall am 2. September ab. Doch der Kassierer wollte kein Geld herausrücken. Diesmal hatte der Räuber eine Luftdruckpistole dabei und schoss dem Mann in den Hinterkopf.

Beute waren letztlich 200 Euro. Zusammen soll das Trio mit Axt, Schlagstock und Quarzhandschuhen bewaffnet, in der sozialen Einrichtung aufgetaucht sein, um deren Bewohner "abzuziehen". Sie sollen eine Tasche auf den Tisch gestellt und gefordert haben: "Vollmachen!" Beute waren Handys und Spielkonsolen. (Volksstimme berichte über alle drei Raubzüge).

Laut Gerichtssprecher drohen den Angeklagten drei bzw. fünf Jahre als Mindeststrafe.