Zum 28. Februar schließt das Postbank Finanzcenter in Gardelegen. Die Angebote der Deutschen Post werden dann in einer neuen Partnerfiliale angeboten. Die neuen Besitzer des Gebäudes an der Bahnhofstraße möchten schnellstmöglich mit den Umbauarbeiten beginnen. Sie planen altersgerechte Wohnungen.

Gardelegen. Die Deutsche Postbank AG hält an ihren Plänen fest, Ende kommenden Monats ihr Finanzcenter in Gardelegen zu schließen. "Am 26. Februar ist letztmalig geöffnet", sagte Unternehmenssprecher Oliver Rittmaier gestern auf Nachfrage. Die nächsten Finanzcenter, die von Kunden aus der Region Gardelegen genutzt werden können, sind die in Stendal und in Haldensleben. Für Ein- und Auszahlungen könne aber auch die Partnerfiliale der Deutschen Post AG in Mieste genutzt werden, so Rittmaier weiter. Postbank-Kunden könnten zudem die Automaten des SB-Bankings an der Nicolaistraße oder an der Shell-Tankstelle an der Weteritzer Landstraße nutzen.

Wegen zu geringer Nachfrage und weil immer mehr Kunden ihre Geschäfte per Internet erledigen, hatte sich das Unternehmen im vergangenen Jahr dazu entschlossen, das Gardeleger Finanzcenter zu schließen, obwohl der Mietvertrag noch bis 2013 läuft.

Nachdem die Postbank, Betreiber des Standortes im Gebäude an der Bahnhofstraße 2, ihren Rückzug aus Gardelegen angekündigt hatte, hatte auch die Deutsche Post AG reagiert und sich nach einer Partnerfiliale umgesehen, die die Postdienstleistungen des bisherigen Finanzcenters übernimmt. Dieser Partner wurde nun im Schlüsselkorb gefunden, bestätigte Postsprecherin Anke Baumann gestern Nachmittag. Eröffnet werden soll die Filiale am Mittwoch, 23. Februar, im Lotto-Toto-Geschäft von Hans-Joachim Maaß an der Straße der Freundschaft 13.

Nachdem die Deutsche Post World Net im Jahr 2008 ein Paket von rund 1300 Immobilien an einen US-Investor verkauft hatte, war das Gebäude in Gardelegen im Folgejahr erneut zum Kauf angeboten worden. Insgesamt stehen dort 2595 Quadratmeter Gewerbefläche zur Verfügung, von denen aber ein Großteil ungenutzt waren.

Im Frühjahr des vergangenen Jahres hat dann ein Ehepaar aus dem Landkreis Stendal das Gebäude nebst Anbau erworben. Das 1931 gebaute Haus steht seit 2004 unter Denkmalschutz. Darum habe es schon erste Gespräche mit der Denkmalschutzbehörde gegeben, sagten gestern die Investoren, die namentlich noch nicht genannt werden möchten. Sie planen altersgerechte Wohnungen, wozu auch ein Fahrstuhl gehört. Begonnen werden soll die Sanierung mit dem Anbau. Die Besitzer wollen möglichst bald mit den Umbauarbeiten starten. Die Grobplanungen sollen nun mit einer detaillierten Planung fortgesetzt werden.