Sonnenschein, Frühlings- temperaturen und eine super Stimmung - in Kakerbeck wurde am Sonnabend in der 17. Session der Karnevalsgesellschaft Kakerbeck ein fröhlicher Straßenkarneval gefeiert. Im Festzug waren auch Gäste befreundeter Karnevalsvereine.

Kakerbeck l "Das mache ich schon viele Jahre. Und unser Verein freut sich, wenn er eine kleine Spende bekommt." Angela Elbruda hatte am Sonnabend gut 20 Liter Glühwein im großen Topf und schenkte fleißig aus. Auch wenn die Temperaturen eher frühlingshaft waren, ließen es sich die Zuschauer am Straßenrand dennoch schmecken, denn den Glühwein gab es für einen guten Zweck - für eine Spende zugunsten der Kakerbecker Karnevalsgesellschaft. Und die sorgte am Sonnabendnachmittag für eine ausgelassene Stimmung im Dorf, denn dort wurde ein wahrhaft fröhlicher Straßenkarneval gefeiert. Mehr als zwölf Wagen und viele Fußgruppen marschierten durchs Dorf. Es regnete zahlreich Kamelle und andere Süßigkeiten, und von den Wagen wurde auch so manch kleines Fläschchen an die Zuschauer verteilt. Dazu gab es reichlich Konfetti. Auf einigen Wagen waren eigens dazu Kanonen aufgebaut.

Im Festzug mit dabei waren auch Karnevalisten befreundeter Vereine wie aus Bismark, Immekath und Klötze. Sogar das Klötzer Prinzenpaar, Ives Albert und Uwe Harms, gab sich die Ehre.

Angeführt wurde der Festumzug allerdings vom Kakerbecker Prinzenpaar, Jenny Müller und Stephan Göbel, die auch im bürgerlichen Leben ein Paar sind. Beide wurden standesgemäß in der Kutsche von Eckhard Rickel gefahren. Es folgten die Wagen der Kakerbecker Karnevalisten, wie Elferrat und den jüngsten Karnevalisten, den 16 Funkenmariechen und zehn Funkenküken unter der Leitung von Susanne Fankhänel und Anne Beckmann. Ebenfalls ganz vorn im Festumzug war ein Themenwagen mit Plakaten wie "Wir sagen Nein zum Schwein". Und das hatte auch einen ganz besonderen und vor allem aktuellen Grund. Die Mehrheit der Kakerbecker Einwohner seien gegen die Pläne der örtlichen Agrargenossenschaft, die Schweineproduktion von derzeit 3000 auf künftig 18000 Tiere zu erweitern. "Das wollen wir hier in Kakerbeck nicht", stellten Henning Lüdecke, Frank Rieke und Rico Gebbert klar. Das Thema sei auch Schwerpunkt der Büttenreden in der Prunksitzung vor gut einer Woche gewesen. "Das wollen wir hier nicht", betonte auch der Vorsitzende der Kakerbecker Karnevalsgesellschaft, Torsten Muck. Der zeigte sich erfreut, dass es einem kleinen Dorf wie Kakerbeck immer wieder gelinge, einen tollen Karneval zu organisieren. "Da sind wir auch richtig stolz drauf", sagte Muck. Und das zeigte sich am Sonnabend auch beim Straßenkarneval. Nach dem Festumzug wurde dann in der Kakerbecker Turnhalle noch ausgelassen gefeiert. Gestern war eine Delegation der Kakerbecker Gesellschaft beim großen Festumzug der Klötzer Karnevalisten dabei. Und am kommenden Sonntag, 9. März, begleiten die Kakerbecker Jecken die Immekather Narren bei ihrem großen Festumzug. "Wir helfen und unterstützen uns gegenseitig", betonte Torsten Muck.

Er freut sich schon auf den 11.11.2014. Denn dann startet die neue Saison, und mittendrin werden auch die Kakerbecker Karnevalisten sein.

   

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