Reichlich Eierback gab es am Wochenende in Breitenfeld. Dort wurde zwei Tage lang das Fasslomfest gefeiert.

Breitenfeld l Der Frühling war schon da und der Ortsbürgermeister krank. Fasslom wurde am Wochenende trotzdem in Breitenfeld gefeiert. Die Wurstkrone wurde am Sonntag einfach beim stellvertretenden Ortsbürgermeister Eckehard Mehnert am Gemeindehaus abgeholt.

Besonders herzlich wurden die Fasslomstüber bei ihrem Zug durch das Dorf am Sonnabend bei Gisa Röhl und Wilhelm Henneick empfangen. Die Tische waren gedeckt, das Bier stand kühl - da kam das traditionelle Fasslomlied gleich noch besser über die Lippen. Dazu gab es frische Pfannkuchen, noch lauwarm. Da ließen sich die Herren nicht lange bitten. "Aber Prost müsst ihr schon alleine sagen", so Wilhelm Henneick, als er das Glas zum Anstoßen hob.

Henneick selbst kennt sich mit dem Fasslombrauch bestens aus. Als 22-Jähriger war er 1960 das erste Mal mit dabei, einige Jahre später sogar Chef der Truppe, die einmal im Jahr durchs Dorf zieht. Nach Streit mit dem Bürgermeister stand das Fasslomfest auf der Kippe. "Bis zum Rat des Kreises ging das und am Ende fand doch Fasslom statt", berichtete Henneick. Auch wenn er schon lange nicht mehr aktiv dabei ist, den Fasslomstübern verbunden ist er noch immer.

Bei der Runde durch den Ort gab es viele Gaben. Matthias Henneick war der Wurstgabelträger, Daniel Steckel trug den Eierkorb, Daniel Jost den Korb mit Schnaps, Heiko Golombeck den mit Speck. Die Büchsen für Bares trugen Detlef Treichel und Michael Linde, die Teufelsgeigen Andy Schmidt und Matthias Verter. Als Dank gab es für alle Breitenfelder Frühlingssträuße, die Christian Mumme überreichte. Für die musikalische Begleitung sorgten Maik und Andy Rasch aus Solpke.

   

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