Altmark (me) l Nicht nur bei Menschen weckt das milde Wetter Frühlingsgefühle. Die Amphibien, wie Kröten, Frösche und Molche verlassen ihre frostsicheren Verstecke in Wald und Garten und begeben sich auf ihre Wanderungen zu ihren Laichgewässern, und zwar dort, wo sie als Kaulquappe das Licht der Welt erblickten. Viele erreichen ihr Ziel nicht. Ihre Wanderung endet auf dem Asphalt der Straßen. Wie der Naturschutzbund (Nabu) Sachsen-Anhalt mitteilt, werden jährlich unzählige Tiere überfahren. "An den meisten Straßen gibt es keine technischen Einrichtungen zum Schutz der Tiere", erklärt Annette Leipelt. Oft weisen aber Schilder auf Wanderungen hin.

Seit vielen Jahren kämpfen Naturschützer gegen den Amphibientod auf den Straßen. Jedes Jahr sind Nabu-Gruppen und Naturschutzbehörden aktiv, stellen Fangzäune auf, tragen Kröten über die Straße und legen Ersatzlaichgewässer an. Diese ehrenamtliche Arbeit ist auf zahlreiche Helfer angewiesen, betont Leipelt.

Im Internet begleitet der Nabu die Krötenwanderungen mit Sonderseiten unter der Adresse www.NABU.de/kroetenwanderung.