Potzehne (iwi) l "Erfreulich" nannte der Vorsitzende der Letzlinger Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Letzlinger Heide, Gunnar Itagaki, die Holzpreisentwicklung. Im vergangenen Jahr belief sich der Holzeinschlag auf 7132 Festmeter. "Dabei gab es wieder eine Verschiebung hin zu höherwertigen Langholzabschnittsorten", so Itagaki. Diesen Umstand hätten die Waldbauern der langfristigen Betreuung durch den Revierförster "und dem guten Auge des Harvesterfahrers" zu verdanken, so der Vorsitzende. Beim Industrieholz wurde ein Preis von 21,50 Euro/Festmeter erreicht, bei Schichtholzabschnitten 27,50 Euro/Festmeter und bei Langholzabschnitten bis zu 64 Euro/Festmeter. In diesem Jahr bekommen die Waldbauern noch höhere Erlöse, da eine Preissteigerung bei den Angeboten vorlag. Auf rund 1800 Hektar FBG-Fläche sollen 6950 Festmeter geschlagen werden.

Itagaki forderte die Mitglieder auf, Neuanpflanzungen vorzunehmen. "Nutzen Sie das Potenzial, was Ihnen Ihr Wald bietet und warten Sie nicht zu lange mit der Aufforstung." Jedes verlorene Jahr sei verlorenes Geld. 2013 hätten sich die Neuanpflanzungen durch die günstigen Witterungsverhältnisse gut entwickelt.

Bei der Durchforstung werden insgesamt 165 Hektar in diesem Jahr bearbeitet, erläuterte Itagaki.

Änderungen gibt es bei der FBG im personellen Bereich: Es wurde ein neuer Vorstand gewählt. Vorsitzender bleibt Itagaki, sein Stellvertreter Günter Mewes. Carmen Bohndick ist Kassenwartin, Karl Kühnemann und Hartwin Schulz sind weiter als Beisitzer aktiv. Neu gewählt wurden Marcel Gawert als Schriftführer sowie Tobias Tornow und Christian Brune als Beisitzer. Joachim Kampe und Wilfried Grobler schieden aus dem Vorstand aus.

Sehr deutliche Worte fand Itagaki mit Blick auf die Zukunft der FBG. Die finanzielle Eigenständigkeit werde ausschließlich dadurch gefördert, dass Zusammenschlüsse unterstützt werden. "Die Kleinen müssen gucken, wo sie bleiben." Die Forstbetriebsgemeinschaft Letzlinger Heide werde mit einer Internetseite und einem Flyer künftig werben, um so zehn Euro je Mitglied zu erhalten. Außerdem habe es erste Gespräche mit Vorstandsmitgliedern angrenzender Gemeinschaften gegeben, "um unsere Eigenständigkeit weiterhin zu behalten", so Itagaki. Während die Kosten für die Betreuung durch das Forstamt noch stabil bleiben, werden sie in den kommenden Jahren steigen. Itagaki: "Der Staat zieht sich aus immer mehr Aufgaben zurück."