Seit vielen Jahren wünschen sich die Kalbenser Altstadtbewohner einen Spielplatz für ihre Kinder. Nun könnte er Wirklichkeit werden. Und zwar auf dem Freibadgelände. Das dortige Babyschwimmbecken wird zugeschüttet.

Kalbe l Riesige Sandberge liegen rund um das Babyschwimmbecken im Kalbenser Freibad. Doch wer glaubt, mit dem Material sollen lediglich die Seitenbereiche neu befestigt werden, der sieht sich getäuscht. Denn das Babyschwimmbecken verschwindet demnächst komplett von der Bildfläche. An seiner Stelle ist ein Spielplatz geplant, der dann auch außerhalb der Öffnungszeiten des Freibades nutzbar sein soll.

Wie Bürgermeister Karsten Ruth erklärte, werde das Gelände entsprechend umzäunt. Während der Badöffnungszeiten solle es dann aber von dort zugänglich sein. So ließen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Attraktivität des Freibades könne mit dem angrenzenden Spielplatz gesteigert werden. Und die Altstadtbewohner, die diesen ganz leicht über den Durchgang zur Ostpromenade erreichen könnten, hätten endlich auch ein Areal, auf dem sie ihre Kinder spielen lassen könnten. Seit vielen Jahren würden sie sich das ja schließlich wünschen, doch sei dies immer an einer geeigneten Fläche gescheitert.

Dass künftig kein Babyschwimmbecken mehr im Freibad existiert, hält der Bürgermeister hingegen für wenig dramatisch. Schon in den vergangenen Jahren sei es aufgrund von baulichen Mängeln kaum noch nutzbar gewesen. Nun werde es zugeschüttet. Und der Spielplatz, der dann darauf entstehen solle, "er muss nach und nach wachsen", so Ruth. Denn die Stadt sei nicht in der Lage, dort sofort teure Spielkombinationen installieren zu lassen, "zumal die Investmittel für 2014 und 2015 schon größtenteils geblockt sind, zum Beispiel für den Brandschutz", wie der Bürgermeister sagte. Der Spielplatz könne erst einmal nur mit vorhandenem Material bestückt werden. Denn die 4000 Euro, welche die Gewerbetreibenden aus dem Erlös der zurückliegenden Entenrennen überwiesen hätten, würden größtenteils in die Neugestaltung der Beckenumrandung fließen (Volksstimme berichtete).

"Haben die Hoffnung, etwas über Leader machen zu können."

Bürgermeister Karsten Ruth

"Aber wir haben ja auch noch die Hoffnung", so Ruth, "dass wir mittelfristig etwas über das Leader-Förderprogramm im Freibad machen können." So sei zum Beispiel auch ein Beachvolleyballplatz vorgesehen. Aber auch in diesem Fall müsste die Stadt einen nicht unerheblichen, finanziellen Eigenanteil erbringen.