Damit es die Wintercampus-Studenten gemütlich haben, brachten Mitglieder des Vereines Künstlerstadt Kalbe am Sonnabend die Stipendiatenwohnungen auf Vordermann. Gestern reisten die ersten jungen Künstler an.

Kalbe l Es wurde Staub gewischt, gefegt, es wurden Hängeschränke angebracht, die Wasserversorgung in Ordnung gebracht, ein Schreibtisch zusammengeschraubt, die Öfen und Heizungen kontrolliert - die Frauen und Männer vom Verein Künstlerstadt Kalbe hatten am Sonnabend alle Hände voll zu tun. Und nachdem die Helfer eingeteilt waren, machten sich die Vereinsvorsitzende Corinna Köbele und Vereinsschatzmeisterin Doreen Meyer auch schon wieder auf den Weg, um sich an der Gardeleger Straße eine weitere Wohnung anzuschauen.

Unterkünfte werden immer gesucht

Denn Unterkünfte werden immer gesucht, für Stipendiaten ebenso wie für Praktikanten - getreu einem der Vereinsanliegen: leere Gebäude und Wohnungen mit Leben zu erfüllen.

Eine Wohnung in Kalbe benötigt sicher auch die Frau oder der Mann, die oder der sich künftig beruflich um die Künstlerstadt kümmert. Auf eine Ausschreibung hätten sich schon einige Interessenten gemeldet, sagte Corinna Köbele. Der Verein werde weiterhin Träger der Künstlerstadt sein, der Mitarbeiter soll unter anderem die laufenden Projekte und Veranstaltungen koordinieren, soll Fördergeld akquirieren und neue Ideen entwickeln.

In den kommenden zwei Wochen werden 13 Studenten für buntes Leben sorgen. Die Idee zu diesem Wintercampus, der gern auch als Frühlingscampus bezeichnet werden darf, kam von einigen Teilnehmern am Sommercampus im vergangenen Jahr. Im Dezember fragten sie beim Verein an, ob sie zu einem Wintercampus kommen könnten und warben an ihren Hochschulen für die Künstlerstadt. Mit Erfolg auch an der Burg Giebichenstein in Halle. Darum sind in dieser und der kommenden Woche auch gleich mehrere Studenten von dort in Kalbe dabei. Sie treffen auf Studenten aus Karlsruhe, Berlin und sogar aus dem isländischen Reykjavik.

Bis zum 30. März arbeiten die Studenten in Räumen der Firma Milde Beton an der Vahrholzer Straße. "Wir sind sehr dankbar, dass Ralf Falk uns dort beheizbare Räume als Ateliers zur Verfügung stellt", sagte Corinna Köbele.

Atelierrundgang für den 28. März geplant

Was die Kunststudenten in den Tagen in Kalbe schaffen, welche Inspirationen sie hier in der Altmark finden, das soll den Bürgern ähnlich wie beim Sommercampus mit einer Art Atelierrundgang gezeigt werden. Geplant ist dieser für Freitag, 28. März, kündigte die Künstlerstadt-Vorsitzende an. Details können aber erst geklärt werden, wenn die jungen Künstler angereist sind.

Auf dem Arbeitsplan am Sonnabend standen auch Pflanzarbeiten. In den Tagen zuvor waren zwar Blumen gespendet worden, aber nicht ausreichend für die 19 Pflanzringe, die bestückt werden sollen. Der Verein bittet also weiterhin um Blumenspenden. Willkommen sind aber auch Blumenzwiebeln, die dann bei späteren Pflanzaktionen in den Boden gebracht werden können.

Worüber sich die Künstlerstadt-Akteure auch freuen würden: Wenn sich Leute finden, die in ihrem Garten oder Gewächshaus Blumen anziehen können für die Sommerbepflanzung. "Den Samen würden wir als Verein bezahlen", sagte Corinna Köbele.

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