Letzlingen l Schnell und unbürokratisch musste es gehen, berichtet Schulleiterin Silvia Lehmann. Denn als der Lieferant für das Schulessen an der Letzlinger Grundschule vor rund einem halben Jahr mitteilte, dass man aufgrund der überfluteten Straßen während des verheerenden Hochwassers Anfang Juni nicht mehr in der Lage sei, das Essen auszuliefern, war eine schnelle Lösung gefragt. Die fand sich unweit von Letzlingen.

Doreen Marker, Betreiberin des Dorfgemeinschaftshauses und eines Partyservices in Roxförde, sagte spontan zu, für die Letzlinger Grundschüler zu kochen und so das Problem der Essensversorgung kurzfristig zu lösen. "An nur drei Tagen gab es kein Mittagessen für die Kinder", berichtet Silvia Lehmann weiter. "Wir waren alle froh, dass Frau Marker so schnell helfen konnte", gibt die Schulleiterin das Empfinden der Eltern und der Lehrer wieder.

Aus der schnell benötigten Übergangslösung ist seit Anfang des Jahres nun ein Dauerauftrag geworden. "Den Kindern hat das Essen aus Roxförde richtig gut geschmeckt. Besser sogar. Das haben sie ganz deutlich gesagt", erinnert sich Silvia Lehmann. Daher hätten die Eltern mehrheitlich entschieden, den Anbieter zu wechseln. Anfangs habe es noch Bedenken gegeben, weil es keine Möglichkeit mehr geben würde, zwischen verschiedenen Gerichten auszuwählen. "Doch das ist kein Problem. Die Kinder bestätigen uns das", sagt Silvia Lehmann. Ein weiteres Argument sei die örtliche Nähe gewesen. "Es ist frisch gekocht, und die Warmhaltezeit eben recht kurz. Außerdem haben die Eltern und auch wir immer die Möglichkeit, am Essenplan mitzuwirken. Das funktioniert sehr gut", lobt Silvia Lehmann.

Rund 55 Essen für Schüler und Lehrer werden täglich an die Letzlinger Grundschule geliefert.