Der VfL Kalbe hat der Stadt Kalbe in persona von Bauhofleiter Uwe Wolff eine Mängelliste übergeben. Darin ist aufgeführt, was in der örtlichen Turnhalle alles im Argen liegt.

Kalbe l "Seit rund zwei Jahren kämpfen wir darum, dass die defekten Toilettentüren in der Turnhalle mit Schlössern ausgestattet werden, damit man sie endlich wieder verschließen kann. Zudem fehlen Halterungen fürs Toilettenpapier. Es ist doch ekelhaft, wenn die Rollen immer auf dem Boden stehen. Und die Beleuchtung ist auch ein großes Problem. Teilweise haben wir auf dem Spielfeld richtig dunkle Flecken, weil es dort kein Licht gibt." Das hat Thomas von Glahn, bisheriges Vorstandsmitglied des VfL Kalbe und inzwischen in den Ehrenrat gewählt (Bericht rechts), im Nachgang der Jahreshauptversammlung erklärt.

"So ein Gebäude kann nicht ehrenamtlich verwaltet werden."

Dort hatte er dem anwesenden Chef des städtischen Bauhofes, Uwe Wolff, am Freitagabend im Auftrag des VfL-Vorstandes eine Mängelliste übergeben, aus der hervorgeht, was in der Turnhalle alles repariert werden müsste. Um dem Ganzen noch einmal Nachdruck zu verleihen, strebt die Führungsriege des VfL an, zu ihrer nächsten Sitzung auch politische Vertreter der Stadt Kalbe einzuladen. Die Sitzung soll dann direkt in der Turnhalle stattfinden.

"So ein Gebäude kann nicht ehrenamtlich verwaltet werden. Das ist auch eine Zumutung für die Übungsleiter", betonte von Glahn. Damit reagierte er auf die Bestrebungen der Stadt, ein neues Hallenbuch einzuführen. Darin sollen entdeckte Mängel künftig sofort eingetragen oder aber die Übungsleiter, unter deren Regie die Halle zuletzt genutzt wurde, zur Verantwortung gezogen werden. Dies, so von Glahn, der selbst als Basketball-Übungsleiter tätig ist, sei für ihn nicht nachvollziehbar. Nach dem Training könne schließlich nicht noch jede Ecke der Halle in Augenschein genommen werden, so seine Meinung.

Die deckt sich mit dem, was die Abgeordnete Melissa Schmidt während der Januar-Sitzung des Stadtrates vorgetragen hatte. Dort hatte sie gefordert, über den Einsatz eines Hallenwartes nachzudenken, weil das Gebäude zurzeit quasi sich selbst überlassen sei. Sein Zustand sei entsprechend.

Bis heute, so Thomas von Glahn, hänge dort auch keine Hallenordnung aus. Und das, obwohl der Stadtverwaltung doch eine vorliege. Die sei jedenfalls 2009 vom VfL mit erarbeitet worden.

Auch wenn es inzwischen erste Maßnahmen gäbe, um den Zustand des Halleninneren zu verbessern - in den Umkleiden sei gefliest worden -, so sei es insgesamt, so von Glahn, doch eine beschämende Situation, wenn Gäste in der Turnhalle begrüßt würden. Und das sei schon allein durch die Oberliga-Spiele der Basketballer häufig der Fall.