Zwischen dem, was die Stadt Kalbe ausgeben kann und dem, was sie ausgeben will, klafft ein Loch. Damit befasste sich jetzt der Hauptausschuss.

Von Conny Kaiser

Kalbe l 452000 Euro kann die Stadt Kalbe in diesem Jahr für Investitionen ausgeben. Doch die Summe aller Maßnahmen, die sich auf der Investitionsliste für 2014 befinden, liegt bei 656500 Euro. Also musste sich der Hauptausschuss während seiner jüngsten Sitzung darüber Gedanken machen, was gestrichen werden könnte.

Und dabei fiel das Dach der Grundschule Brunau, für dessen Sanierung 80000 Euro vorgesehen sind, dem Rotstift zum Opfer. "Wir sollten jene Fehler vermeiden", sagte Bürgermeister Karsten Ruth, "die der Kreis bei der Brunauer Sekundarschule gemacht hat." Dieser hatte einst großzügig in die Bildungseinrichtung investiert, die dann aber wegen vorgegebener Mindestschülerzahlen geschlossen werden musste. Bauamtsleiter Rainer Kölsch gab in dem Zusammenhang zu bedenken, dass das Dach der Grundschule ja auch nicht undicht sei, sondern dass es eben wegen seiner Asbesthaltigkeit erneuert werden solle.

Doch auch wenn es aus der Liste gestrichen werde, so Kölsch, gäbe es in diesem Jahr eine Großinvestition in Brunau. Denn der Kreis plane den Ausbau der Plather Straße. Und daran habe sich die Kommune mit einem Eigenanteil von 70811 Euro zu beteiligen.

Der Rotstift wurde während der Ausschusssitzung aber auch noch an anderer Stelle angesetzt. So soll die Fertigstellung der Zuwegung zum Kalbenser Hort und zur Kita "Schatzkästchen", für die ein kommunaler Eigenanteil von 79000 Euro zu erbringen wäre, ein weiteres Jahr geschoben werden. Auch der Teilflächennutzungsplan, der in der Investitionsliste mit 75000 Euro enthalten ist, wird mit einem Sperrvermerk versehen. Erst soll geklärt werden, ob und wie viele Fördermittel für den Plan zu erwarten wären. Bürgermeister Karsten Ruth hält ihn unter anderem für notwendig, um zum Beispiel stärker Einfluss auf solche Bauvorhaben wie Windparks und Biogasanlagen nehmen zu können und um in Kalbe neue Wohnungsbaugebiete ausweisen zu können. Das letzte Wort spricht der Stadtrat.