Auf die Gründung eines Fördervereines der Wehr drängte der Wehrleiter Mario Brune bei der Versammlung in Berge. Es war nicht das erste Mal.

Berge l 123 Mitglieder hat die Berger Feuerwehr, davon 31 aktive Einsatzkräfte in Berge, Ackendorf und Laatzke. Während die Wehr 2013 ingesamt neun Einsätze hatte, waren es in diesem bereits drei Verkehrsunfälle, zu denen Kameraden ausrücken mussten. "An zwei davon waren Lkw beteiligt. Das ist das, was mich beunruhigt", sagte Wehrleiter Mario Brune bei der Jahreshauptversammlung. Der Lkw-Verkehr auf der Bundesstraße nehme ständig zu, und damit steige auch das Risiko von schweren Unfällen, so Brune.

Problem dabei sei, dass das Berger Fahrzeug bereits 42 Jahre alt sei und "wir bei technischer Hilfeleistung nicht so gut ausgestattet sind. Wir hoffen aber, dass unser Fahrzeug noch durchhält". Für 2015 stehe ein neues Fahrzeug für Berge in der Bedarfsplanung, sagte Ordnungsamtssachgebietsleiterin Birgit Matthies dazu auf Anfrage. Nicht ideal sei zurzeit die Situation für die Mitglieder der Laatzker Löschgruppe. Ihre Einsatzkleidung ist in Laatzke, ein Fahrzeug ist dort jedoch nicht vor Ort. "Es kam dann schon mal vor, dass bei Einsätzen die Laatzker dort standen, aber nicht abgeholt werden konnten", so der Wehrleiter. Überlegung sei, die fünf Laatzker Einsatzkräfte mit nach Berge zu holen. "Wir haben aber nur 20 Plätze, und davon sind 17 belegt", verdeutlichte er die Problematik. Neu bekamen die Berger 2013 ein Notstromaggregat und einen Lichtmast.

Sehr positiv hat sich in den vergangenen Monaten die Ackendorfer Löschgruppe entwickelt. Gleich acht Neuzugänge gab es dort und alle absolvierten den Grundlehrgang Anfang des Jahres. "Vor einem Jahr hätte ich mir das nicht vorstellen können, dass so viele mitmachen", sagte Löschgruppenleiter Wilfried Liermann. Die Löschgruppe habe einen Riesenschritt nach vorn gemacht, auch weil es Ackendorfer seien, die "dem Standort treu sind, weil sie dort ein Haus haben", so Liermann. Er hoffe, dass einer davon perspektivisch auch seinen Posten als Löschgruppenleiter übernehmen könne.

In Angriff genommen werden soll in diesem Jahr noch einmal das Thema Förderverein der Wehr. "Wir müssen Nägel mit Köpfen machen", drängte der stellvertretende Wehrleiter Dirk Hupe. Seit drei Jahren sei der Förderverein immer wieder Thema, konkret wurde nichts umgesetzt. Brune hofft, damit auch eine stärkere Verteilung der Aufgaben zu erreichen: "Im Vordergrund der Einsatzkräfte soll `Retten, Bergen, Löschen` stehen."

Lobend äußerte sich Berges Ortsbürgermeister Bernhard Berlin: "Die Zusammenarbeit zwischen der Wehr und den Löschgruppen hat sich wesentlich verbessert. Wir wachsen weiter zusammen." Gesprächen mit Stadtwehrleiter Sven Rasch habe er entnommen, dass es keine Beststrebungen gebe, Löschgruppen zu schließen, da jeder Kamerad bei Einsätzen gebraucht werde.

Brune mahnte an, dass es beim Ausbildungsstand in den Löschgruppen noch Verbesserungsbedarf gebe. Ingesamt konnte der Stand leicht verbessert werden, sagte er. Christian Grothe und Simon Dörheit wurden zu Hauptfeuerwehrmännern befördert, Alexander Mattheis zum Löschmeister. Ehrenmitglied ist nun Klaus Fehse, Philipp Molinnus und Richard Brune wechseln in die Jugendwehr. Die zwei Berger sind dabei in Wiepke aktiv.

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