Gardelegen (iwi) l Nasse Füße holten sich einige Gardeleger Einsatzkräfte der Feuerwehr am Dienstagabend, als sie beim Umzug des Schwanenpaares halfen. Mit Netzen ausgerüstet machten sie sich auf den Weg zum Lausebach am Stadtgraben, um das Schwanenpaar Antje und Anton zu fangen. Das war vor drei Wochen nach heftigen Kämpfen aus seinem Stadtgrabenrevier von jungen Schwänen vertrieben worden.

"Dreimal hat Antje nun versucht, woanders zu brüten, aber das bringt da an der Stelle am Lausebach auch nichts", sagte Ingeborg Köhn, die zusammen mit ihrem Mann Ulrich die Tiere zu einem Gewässer bei Solpke bringen wollte, "wo sie ideale Bedingungen finden", so Köhn. Ob sie dort auch bleiben? "Wir können es nur hoffen", so Ulrich Köhn.

Wie die goldene Gans trug Birgit Kern den ersten Schwan zum Auto und setzte ihn in Köhns Kofferraum. Viele Kinder nutzten die Möglichkeit, den beiden Stadtgrabenbewohnern ganz nahe zu kommen. Sogar ein Ei hatte die Schwanenfrau wieder gelegt. Das nahm Ingeborg Köhn an sich. Nach einer halben Stunde war der Einsatz beendet, als Dank gab es von Köhns Schokolade für die Helfer.