Angelika John-Exner, die im Juni vorübergehend die Leitung der Kalbenser Median-Klinik übernommen hatte, hat sich gestern Nachmittag von Kalbe verabschiedet. Ihre Nachfolge ist geregelt.

Kalbe l "Ich werde meinen Sitz nach Kalbe verlegen", hat Werner Hempel angekündigt. Er, der den Geschäftsbereich Ost der Median-Kliniken verantwortet, leitet künftig auch die Verwaltung der Kalbenser Reha-Einrichtung und wird dort regelmäßig anzutreffen sein.

Die Aufgabe oblag bislang Angelika John-Exner. Doch die Berlinerin, die im Juni 2013 im Zuge einer Interimslösung die Leitung des Kalbenser Hauses von Petra Leiste übernommen und die zuvor über viele Jahre die Median-Klinik in Hoppegarten geleitet hatte, darf künftig ihre Rente genießen. Gestern Nachmittag hat sie sich offiziell aus Kalbe verabschiedet.

Hempel, der vor Ort von Zentralcontroller Marco Hoppe unterstützt wird, muss künftig aber nicht auf weibliche Mitarbeit verzichten. Als eine Art "Außenministerin", so seine Worte, wirkt Sigrid Deutscher. Auch sie ist in Kalbe keine Unbekannte. War sie doch von 1996 bis 1999 als Verwaltungsdirektorin in der Klinik tätig. Später hatte sie die Leitung des Neurologischen Reha-Zentrums in Magdeburg und dann der Median-Kliniken in Flechtigen übernommen.

Kooperation mit Krankenhäusern

Zeitweise war sie sogar für alle Häuser gleichzeitig zuständig. Im Februar jedoch hat Deutscher die hauptberufliche Tätigkeit für die Unternehmensgruppe beendet. Künftig übt sie eine Beraterfunktion aus und soll dabei vor allem zur Belegungssicherung der Kalbenser Klinik beitragen. "Sie ist exzellent vernetzt und verfügt über die entsprechenden Kontakte", so Hempel über Deutscher.

Das Thema Vernetzung werde künftig eine große Rolle spielen. Nur so ließe sich die Rehabilitation voranbringen. "Wir wollen eine Verbindung mit Akutkrankenhäusern schaffen und somit Synergieeffekte nutzen", so Hempel. Es gebe eine Vielzahl von Möglichkeiten, nicht nur auf verwaltungstechnischer Ebene, sondern zum Beispiel bei der Ärzte-Ausbildung. Ziel sei es, Kooperationsverträge mit Krankenhäusern in Sachsen-Anhalt abzuschließen. Das könne dazu beitragen, deren Existenz zu sichern.

"Und für Kalbe geht es uns natürlich darum, eine ausreichende Belegung zu erhalten. Das ist nach wie vor nicht einfach, gerade im Bereich Onkologie", unterstrich Hempel. Er verwies jedoch darauf, dass die Kalbenser Reha-Klinik "eine exzellente Reputation hat, was ihre medizinische Leistungsfähigkeit betrifft." Das Personal, so Angelika John-Exner, sei sehr engagiert, die Zusammenarbeit sei hervorragend gewesen. "Deshalb gehe ich", sagte sie, "mit einem lachenden und einem weinenden Auge".