Das Vahrholzer Dorfgemeinschaftshaus wird laut Stadtratsbeschluss wiederhergestellt. Dies betrifft sowohl die Sanierung der Dachkonstruktion als auch die Beseitigung der Schäden, die am 5. Februar durch die Explosion einer benachbarten Schrauberscheune entstanden waren.

Kalbe l Zufriedene Gesichter bei den Vertretern des Vereins "Vahrholzer 09": Als diese am Donnerstagabend das Kalbenser Rathaus verließen, wussten sie, dass das von ihrem Verein betreute Dorfgemeinschaftshaus wiederhergestellt wird. Soeben hatte der Stadtrat alle Beschlüsse dazu durchgewinkt.

Er war zur außerplanmäßigen Sitzung zusammengekommen, um hauptsächlich über das Dorfgemeinschaftshaus zu beraten. Dieses war am 5. Februar bei einem Explosionsgeschehen arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Doch bei anschließender Begutachtung der Versicherungsschäden war dann auch festgestellt worden, dass das Haus bereits vorher Wurmfraß in der Dachkonstruktion und somit statische Probleme aufgewiesen hatte.

Gansewig gab Sitzungsleitung ab

Während seiner vorangegangenen Sitzung am 6. März hatte sich die Mehrheit des Stadtrates wegen fehlenden Zahlenmaterials aber noch außer Stande gesehen, einen Beschluss zur Wiederherstellung des Gemeinschaftshauses zu fassen. Während dieser Sitzung war es dann zum Eklat gekommen, weil es für den Stadtratsvorsitzenden Gerhard Gansewig - bei ihm handelt es sich um einen Vahrholzer - nicht nachvollziehbar gewesen war, dass bis zur Reparatur der Schäden nun noch mehr Zeit ins Land gehen sollte.

Als am Donnerstagabend erneut über das Thema beraten wurde, gab Gansewig jedoch vorsorglich die Leitung des Stadtrates ab, auch wenn seinerseits keine Befangenheit vorliege, wie er sagte. Die Diskussion, die folgte, war nur relativ kurz und von absoluter Sachlichkeit geprägt.

So machte Bürgermeister Karsten Ruth noch einmal deutlich, dass der Beschluss, ob Geld in die Beseitigung der Wurmfraßschäden investiert werde, entscheidend für alles andere sei, was nachfolge. Die Sanierung der Dachkonstruktion würde etwa 6500 Euro kosten. Der Stadtrat beschloss, diese außerplanmäßige Ausgabe mithilfe der Investitionspauschale 2014 zu tätigen. Weiterhin sprach er sich einstimmig für die Beseitigung der Versicherungsschäden aus. Dazu gehört unter anderem die Reparatur zerstörter Fenster und Türen. Der Gutachter der Versicherung hatte diese Schäden mit 30741,61 Euro beziffert. Sollte das Geld nach dem Einholen entsprechender Angebote nicht ausreichen, so würde die Versicherung den Differenzbetrag auch noch erstatten. Das sei bereits geklärt worden, sagte der Bürgermeister weiter.

Für das Interieur des Dorfgemeinschaftshauses, das größtenteils der Verein "Vahrholzer 09" zusammengetragen hatte, und das bei der Explosion ebenfalls zerstört worden ist, gibt es hingegen kein Geld. Denn hierfür existierte keine Versicherung. Deshalb ist ein Benefizkonzert geplant ( siehe Info-Kasten).