Gardelegen (gb). Er wird der neue Ansprechpartner sein für die Sorgen von Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern des Altmark-Klinikums: Alexander Becker übernimmt mit dem 1. Januar dieses Jahres die Seelsorge in der Klinik. Und zwar gleich in beiden Häusern. Bislang oblag dieser Aufgabenbereich in Gardelegen dem Solpker Pfarrer Albrecht Warweg, in Salzwedel dem Kuseyer Pfarrer Bernd Schulz. Beide Seelsorger wurden über die Landeskirche vom Altmark-Klinikum bezahlt. Bereits im Sommer wurden Albrecht und Schulz zum Jahresende überraschend gekündigt (wir berichteten), da das Klinikum diese Stelle intern besetzen möchte.

Becker wird nun wöchentlich jeweils zwei Tage in Gardelegen und zwei Tage in Salzwedel arbeiten. Und "das wird auch gelingen". Davon ist der 40-Jährige überzeugt. Auch wenn das Pendeln zwischen den Kliniken für ihn derzeit noch problematisch sei, "vor allem ohne Auto und bei den Witterungsbedingungen." So günstige Verkehrsanbindungen, "wie in Magdeburg", gebe es in der Altmark ja leider nicht, sagt Becker schmunzelnd, der als Spätaussiedler übrigens hervorragend Deutsch spricht. Schon vor Beginn seines offiziellen Arbeitsbeginns hatte Alexander Becker bei dem Gardeleger Kollegen Albrecht Warweg in den vergangenen Tagen ein wenig hospitiert. Dabei hatte der Pfarrer seinen Nachfolger dann auch schon mal offiziell in kleiner Runde vorgestellt. Er wünsche ihm vor allem, so Warweg, dass er sich gut in die neue und wichtige Stelle einlebe.

Seine Arbeit, so versprach wiederum Alexander Becker den Patienten und zahlreichen Mitarbeitern, die am letzten Arbeitstag von Albrecht Warweg gekommen waren, um sich von ihrem bisherigen Seelsorger zu verabschieden, wolle er "auf das Lebenswerk von Pfarrer Warweg aufbauen. Ich werde mich der neuen Tätigkeit mit allem Engagement widmen, das ich besitze".

Und seine Seelsorge werde sich selbstverständlich auch auf seinen Glauben und christliche Werte stützen, versicherte der neue Mitarbeiter des Klinikums. Denn er sei "Christ" und "Theologe", informierte Becker auf Nachfrage im Gespräch mit der Volksstimme. Seine Konfession – ob römisch-katholisch, orthodox, lutherisch-evangelisch, baptistisch oder auch methodistisch – sowie Persönliches, wollte er allerdings noch nicht verkünden. Dies soll erst bei einem offiziellen Pressetermin im Januar erfolgen.