Was immer dieser der Verein anschiebt, organisiert oder finanziert, es ist auf irgendeine Art zu hören. Am Sonntag feierte der Förderverein der Musikschule des Altmarkkreises sein 20-jähriges Bestehen - selbstverständlich mit viel Musik .

Gardelegen l Mit einem Cello (und dazu zwei Violinen, einer Viola und Beethovens Noten) ging es los. Udo Lindenbergs Song "Du spieltest Cello" war wiederum eines der letzten Stücke, das am Sonntag im Rathaussaal erklang. Musikalisch liegen dazwischen Welten - zum Jubiläumskonzert zum 20. Geburtstag des Fördervereines "Siegmund Heß" der Kreismusikschule traf eben Klassik auf Rock, wie so oft, wenn die Musikschüler des Altmarkkreises aufspielen.

Knapp 30 Schüler aller Altersklassen zeigten zwischen den beiden Cello-Stücken indes einmal mehr, welch breites Spektrum sie musikalisch zu bieten haben. Dass sie das auf hochwertigen Instrumenten zeigen können, ist schließlich auch zu einem Teil der Verdienst eines rührigen Vereines. Denn seit 20 Jahren sorgt der Förderverein "Siegmund Heß" der Musikschule des Altmarkkreises unter anderem für die Verwaltung und Anschaffung zahlreicher Leihinstrumente. Außerdem gebe es Zuschüsse für Probelager oder Fahrtkosten, "denn unsere Schüler fahren zu vielen Wettbewerben", betonte die Vereinsvorsitzende, Heidi Wiechmann, in ihrer Ansprache.

Sie blickte schließlich gemeinsam mit den zahlreichen Gästen auf zwei Jahrzehnte erfolgreicher Vereinsarbeit zurück. Wiechmann erinnerte an die Anfänge "damals noch im alten Pionierhaus" und gab dann einen kurzen Abriss über das Leben des Musikers und Musiklehrers Siegmund Heß wieder, dessen Namen der Verein trägt. In seinem Sinne arbeite der Förderverein auch, so Wiechmann: "Wir wollen, dass sich unsere Schüler wohlfühlen, dass sie haben, was sie brauchen."

Wie "außerordentlich wichtig" eine Einrichtung wie die Musikschule und eben auch ihr Förderverein ist, machte Landrat Michael Ziche in seinem Grußwort deutlich. Dass dieser, einst in Gardelegen für die eigenständige Musikschule in Gardelegen gegründet, seine "Tätigkeit nach der Gebietsreform ausgeweitet hatte", würdigte Ziche insbesondere. Er persönlich, so Ziche anerkennend, freue sich sehr auf das Konzert. Denn was die Musikschüler leisteten, sei "hohes Niveau". Dafür bedanke er sich bei allen. Dem schlossen sich seine Grußwort-Nachfolger, Stadtratsvorsitzender Kai-Michael Neubüser und Musikschulleiter Falk Kindermann, an. Von Kindermann gab es allerdings noch ein spezielles Lob. Es galt der Vereinschefin Heidi Wiechmann: Sie sei dem Verein treu und stets engagiert geblieben, obwohl ihre Kinder längst nicht mehr Schüler der Musikschule seien. "Und das", so Kindermann, "ist überhaupt nicht selbstverständlich."

   

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