Die Agrargenossenschaft Kakerbeck, deren Schweinemastanlage von 3000 auf 18200 Plätze erweitert werden soll, hat sich via Pressemitteilung in die öffentliche Diskussion eingeschaltet. Demnach will sie sich um bestmögliche Transparenz bemühen.

Kakerbeck l Die Agrargenossenschaft Kakerbeck ist seit kurzem mit einer neuen Internetseite (Textende) präsent. Damit, so Vorstandsvorsitzende Petra Reisener, soll die Bevölkerung stets über die neuesten Entwicklungen, auch und gerade in Bezug auf die geplante Erweiterung der Schweinemastanlage, informiert werden.

Plan liegt am 25. April aus

Im Dorf und darüber hinaus regt sich massiver Widerstand gegen das Vorhaben des örtlichen Landwirtschaftsbetriebes. Dieser will die Schweineproduktion von aktuell 3000 Plätzen auf 18200 erhöhen (Volksstimme berichtete). Der Bebauungsplan-Entwurf, der derzeit vom zuständigen Planungsbüro an die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange angepasst wird, soll am 25. April öffentlich ausgelegt werden. Wann und wo genau, ob in der Agrargenossenschaft oder doch im Dorfgemeinschaftshaus, wie während einer öffentlichen Ortschaftsratssitzung besprochen, das werde rechtzeitig auf der Internetseite bekanntgegeben, so Reisener. Jeder Bürger könne sich dann selbst ein Bild von dem Vorhaben machen.

Dasselbe gelte in Bezug auf den Einbau von Abluftanlagen. Diese seien nach Angaben des Genossenschaftsvorstandes nicht gesetzlich gefordert und auch sehr kostenintensiv. Dennoch plane der Betrieb den Einbau dieser Anlagen, sowohl in die neuen als auch in die bisherigen Ställe. Um zu demonstrieren, wie effektiv die Abluftwäscher funktionieren würden, sei am 14. Mai eine entsprechende Informationsveranstaltung vorgesehen. Dafür würden Ort und Uhrzeit ebenfalls noch bekanntgegeben, und zwar auch in Form von Postwurfsendungen, teilte Petra Reisener mit.

Betrieb gibt Verpflichtung ab

In Kakerbeck und Umgebung wird allerdings nicht nur ein Mehr an schlechten Gerüchen, sondern auch eine Zunahme des Lkw-Verkehrs befürchtet. Dazu schreibt die Agrargenossenschaft: Aufgrund optimierter Abläufe sei künftig "pro Tag mit maximal fünf Lkw mehr zu rechnen".

Und zu der Befürchtung, der Betrieb könne sich ein Hintertürchen offen halten, und künftig noch mehr Schweine als die geplanten 18200 pro Durchlauf produzieren, heißt es: "Die Agrargenossenschaft verpflichtet sich, eine maximale Anzahl von 18200 Schweinemastplätzen nicht zu überschreiten." Allerdings, so haben Gegner des Vorhabens ausgerechnet, werde jeder dieser Plätze pro Jahr mindestens 2,5 bis 2,8 Male neu belegt.

www.agrargenossenschaft-kakerbeck.de