Bei einem Wohnhausbrand am Freitagabend ist ein 61-jähriger Brüchauer ums Leben gekommen. Einsatzkräfte hatten mehr als 30 Minuten lang versucht, ihn zu reanimieren - vergeblich.

Brüchau l Einsatzleiter Ulf Kamith trägt während der Löscharbeiten noch sein gutes Oberhemd unter der Uniform. Er und andere Kameraden der Kakerbecker Feuerwehr befinden sich am Freitagabend nämlich gerade bei der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft, als um 20.52 Uhr der Alarm losgeht. Es heißt, an der Brüchauer Ziegeleistraße brenne eine Waschküche.

Angehörige gibt Einsatzkräften entscheidenden Hinweis

Die angebliche Waschküche entpuppt sich dann jedoch als Anbau, in dem sich Bad und Küche eines angrenzenden Wohnhauses befinden. Neben der Kakerbecker Feuerwehr und der dazugehörigen Löschgruppe Brüchau rücken auch Kameraden aus Klötze, Winkelstedt, Wustrewe und Cheinitz an den Ort des Geschehens aus. Sie löschen mit dem, was die Tankfahrzeuge hergeben und beginnen zeitgleich, eine lange Wegstrecke zum Hydranten aufzubauen, als plötzlich eine Angehörige des Hausbewohners auf sie zukommt. Sie sagt, dass sich der Mann wohl noch in jenem Gebäude befinde, das an den lodernden Anbau angrenze. Das Wohnhaus selbst brennt nicht, ist aber zu diesem Zeitpunkt bereits stark verqualmt. Ein sogenannter Angriffstrupp der Feuerwehr nimmt daraufhin Raum für Raum des Eigenheims in Augenschein - und findet den leblosen Mann. Der 61-Jährige wird umgehend an die frische Luft transportiert und sofort beginnen Reanimationsmaßnahmen. Diese erstrecken sich über einen längeren Zeitraum, sind am Ende aber vergeblich. Der Brüchauer muss für tot erklärt werden. Einsatzkräfte kümmern sich zu diesem Zeitpunkt auch um die Angehörige des Mannes.

Dieser soll bis dato allein in dem Einfamilienhaus gewohnt haben. So jedenfalls berichten es Nachbarn, die nun erschüttert den Löscharbeiten zusehen. Insgesamt sind 50 Feuerwehrleute mit neun Fahrzeugen, aber auch mehrere Polizisten, ein Notarzt und mehrere Rettungsassistenten vor Ort. Wenig später stoppen auch Kriminalbeamte an der Ziegeleistraße. Sie nehmen die Ermittlungen auf und sowohl den Anbau, von dem nicht mehr viel zu retten gewesen ist, als auch das daneben befindliche Wohnhaus in Augenschein. Konkrete Anhaltspunkte dazu, wie der Brand entstanden sein könnte, gibt es allerdings noch nicht. Die Analyse dauert an. Lediglich der entstandene Sachschaden lässt sich bereits ungefähr beziffern. Die Polizei spricht von rund 20000 Euro.

Nach und nach rücken dann auch die ersten Feuerwehren ab. Die Kameraden der Brüchauer Löschgruppe indes bleiben vor Ort. Sie halten bis in den Sonnabendmorgen hinein Brandwache. Um 5.25 Uhr melden sie bei der Leitstelle das Ende des Einsatzes.