Gardelegen (fvo) l Das war zum Teil echte Millimeterarbeit für die Fahrer der sechs Schwerlasttransporter, die in der Nacht zum Mittwoch vom sächsischen Lauchhammer ins Altmarkdorf Garlipp beziehungsweise von Rostock nach Garlipp unterwegs waren. Ihre Fracht: überlange Bauteile für Windkraftanlagen.

Im Gebiet der Stadt Gardelegen passierten die Konvois, die von der Polizei begleitet wurden, unter anderem die Ortschaften Letzlingen, Kloster Neuendorf, Jävenitz und Lindstedt. Beladen waren die Lkw mit Teilen für einen Windpark bei Garlipp. Dort sollen insgesamt zehn Windenergieanlagen aufgebaut werden. Jedes Windrad sei nach der Montage rund 150 Meter hoch.

Gegen Mitternacht passierten die drei ersten Lkw mit den Rotorblättern Jävenitz. Transportiert wurden die 55Meter langen Blätter auf Zugmaschinen, die insgesamt 63 Meter lang waren. Ohne viel Mühe und relativ zügig ging es durch den Ort hindurch. Selbst die starke S-Kurve bei Jäskau war für die erfahrenen Männer eines dänischen Transportunternehmens kein großes Hindernis.

Die Fahrt durch Lindstedt gestaltete sich dagegen komplizierter. An der Jävenitzer Straße musste eine Laterne mit einigen Spatenstichen gelockert und seitlich geneigt werden. Und ein Einfamilienhaus an der Bismarker Straße musste mit Geduld und einigem Manövrieren umfahren werden. Auch im Bereich der engen Kurve an der Bismarker Straße, Ecke Wasserstraße, war nicht viel Platz zum Rangieren zwischen Rotorblatt und Hauswänden. Gegen 3 Uhr konnte endlich auch der letzte Engpass in Könnigde (Landkreis Stendal) passiert werden.

Die nächsten drei Lkw fuhren gegen 5 Uhr durch Lindstedt in Richtung Bismark. Sie trugen die gigantischen Getriebeelemente und die Rotornaben. Sie waren per Schiff von Dänemark nach Deutschland transportiert und im Rostocker Hafen auf Lkw verladen worden. Von dort ging es dann nach Garlipp. In der Nacht zu gestern wurden außerdem auch die Turmteile, die aus dem tschechischen Chrudim angeliefert worden waren, mit Lkw nach Garlipp transportiert.

 

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