Bei Sonnenschein und Tauwetter sind die Roxförder Wurstsinger am Sonnabend von Haus zu Haus gezogen, um den Einwohnern für das neue Jahr alles Gute zu wünschen. Der Neujahrsbrauch wird in der Gemeinde seit Jahren gepflegt.

Roxförde. Wenn sich die Roxförder zu Silvester nicht sehen, dann ist das nicht schlimm. Denn stets am ersten Sonnabend nach dem Jahreswechsel starten die Einwohner das Wurstsingen. Und das ist genau die richtige Gelegenheit, um Bekannte zu treffen und für das neue Jahr viel Glück zu wünschen.

Mit dabei ist stets der Doktor – in diesem Jahr erstmals von Gerald Feilhaber dargestellt – der mit seinem ein wenig zu kleinen Hut Rätsel aufgab. Getackert oder geklebt, lautete die Frage, die sich die Roxförder stellten, weil der Hut trotz des zu kleinen Durchmessers nicht rutschte.

Feilhaber verteilte Glück bringende Pillen unter den Einwohnern. Seinem Assisstenten, Günter Brandt, Eierfrau Günter Helling, Kassenführer Eckhard Bierstedt, Schriftführer Ulf Müller, den Kiepenträgern Martin Schulze und Michael Thiele, den Gendarmen Frank Lindecke und Ralph Matthies und dem Versorgungswagenbetreuer Christoph Lindecke schlossen sich zahlreiche verkleidete Roxförder an.

Alt und Jung waren darunter. Und wer den Umzug nicht mitmachte, fand sich zumindest am Straßenrand ein, um die Wurstsinger zu sehen und einen Plausch mit dem Nachbarn zu halten. Wie in jedem Jahr wurde natürlich auch das Roxförder Wurstsingerlied angestimmt, begleitet von Maik Rasch und Andy Rasch, die mit Akkordeon und Pauke viele weitere fröhliche Lieder anstimmten.

<6>Etliche Eier, Würste, Schnapsflaschen und Geldscheine wechselten an diesem Tag den Besitzer. Denn der Brauch will es, dass die Wurstsinger mit Spenden belohnt werden. Selbst Autofahrer – Taxifahrer nicht ausgenommen – wurden um Wegezoll gebeten.

<7>Die Küchencrew, bestehend aus Betti Helling und Christel Skiba, bereitete aus den Lebensmitteln Eierback zu, mit dem sich die Roxförder Wurstsinger nach dem siebenstündigen Umzug durch den Ort im Dorfgemeinschaftshaus stärkten. Am Abend trafen sich die Roxförder im Dorfgemeinschaftshaus wieder, wo der Tag seinen Ausklang fand.<8><9><10><11><12>

   

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