Erst zwei Jahre alt und schon Weltmeister: Oskar Mühl aus Gardelegen hatte am Sonntag bei der 19. Eiertrudel-Weltmeisterschaft am Jävenitzer Weinberg nicht nur das Glück auf seiner Seite, sondern auch das rennstärkste Osterei.

Jävenitz l Nachdem im vergangenen Jahr der Wettkampf abgesagt werden musste, weil die Rennstrecke wegen des langen Winters nicht betrudelbar war, ging es vorgestern mit Nummer 19 der Eiertrudel-Weltmeisterschaft weiter in der Erfolgsgeschichte des Spaßwettstreits, der Jahr für Jahr am Ostersonntag zum Weinberg im Wald bei Jävenitz lockt. Längst nehmen nicht mehr nur Jävenitzer und Gäste aus den Nachbarorten teil, sondern auch Osterbesucher aus anderen Bundesländern. Und darum blieben diesmal auch nur zwei der sechs vergebenen Preise in der Altmark.

Der Siegerpokal beim Eiertrudeln geht nach Gardelegen, wo der zweijährige Oskar Mühl wohnt. Mit der Startnummer 109 hatte das Rennei des Jungen, ein echtes Landei aus Ziepel, erst ganz am Ende ins Wettkampfgeschehen eingegriffen, denn insgesamt waren 110 Eier für die WM-Läufe angemeldet worden. In den Vorläufen schickte Kay Demuth mit der vor Jahren selbstgebauten Startmaschine jeweils fünf Ostereier auf die Strecke. "Eine Naturbahn", wie Moderator Martin Devrient dem Publikum erklärte. Und auf einer Naturbahn sorgt eben die Natur mit ihren Steinen, Grasbüscheln, Wurzeln und vom Wasser ausgespülten Rinnen für Überraschungen - und oft für einen vorzeitigen Stopp. Nur wenige Eier schafften es wirklich ins Ziel. Sie gingen dann ebenso ins Halbfinale wie die Eier, die es in ihren Vorläufen am weitesten geschafft hatten.

Den Finallauf entschied die Nummer 109 für sich. Auf den zweiten Platz trudelte sich das Ei mit der Startnummer 51, das Brigitte Weiser aus Magdeburg angemeldet hatte. Sie war zu Besuch bei Tochter Katja Weiser, die in Jävenitz wohnt und zu den Organisatoren der Veranstaltung gehörte. Während der Läufe zeigte Katja Weiser im Ziel die Gewinnernummern an. Platz drei bei der Eiertrude-Weltmeisterschaft ging an das Ei Nummer 44, angemeldet von Jana Schmidt aus dem bayerischen Isen. Die Erstplatzierten konnten sich über Pokale freuen, die daheim Ehrenplätze finden werden. Doch bevor die Geehrten mit Pokalen und Urkunden den Heimweg antreten konnten, mussten die erfolgreichen Eier noch aufgeschlagen und gegessen werden - und so konnten sich alle überzeugen, dass die Renneier nicht präpariert worden waren.

Mit Gutscheinen für Besuche im Eiscafé wurden die drei besten Teilnehmer beim Sackhüpfen belohnt. Hier holte sich die elfjährige Jolina Loy aus Hennef den Sieg vor der neunjährigen Johanna Müller aus Jävenitz und dem achtjährigen Leo Rzeczwsky aus Isen.

Bei schönem Osterwetter genossen die Besucher und Teilnehmer nicht nur die Rennen, sondern auch das gesellige Beisammensein. Wie in den Vorjahren sorgte die Jävenitzer Feuerwehr für das leibliche Wohl der Gäste. Um das kümmerte sich auch die zwölfjährige Joline Kahl aus Jävenitz. Sie bot zum Kaffee Muffins und Kuchen an, von ihr selbst gebacken.

   

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