Gardelegen (cah) l Mit einem ganz neuen Vorschlag hat sich Stadtrat Gustav Wienecke (Gemischte Fraktion) in die Diskussion zur Entschärfung des Gefahrenpunktes Schulbushaltestelle Bahnhof eingebracht. Es müsse doch möglich sein, dass die Schulbusse den Bahnhofsvorplatz gewissermaßen als Wendeschleife nutzen und dann rechts an der Bahnhofstraße halten. Die Schüler könnten dort aussteigen und bräuchten somit keine Straße mehr zu queren, meinte Wienecke im städtischen Bauausschuss.

"Das kostet kein Geld. Die Haltestellen müssten nur umgestellt werden", so Wienecke. Möglich wäre auch, dass die Busse direkt bis ans Gymnasium fahren.

Wienecke reagierte damit auf einen Antrag von Dirk Kuke (Stadtratskandidat Freie Liste) aus Weteritz. Er hatte in einem Schreiben an das Bauamt auf die Situation hingewiesen. "Zwischen rangierenden und wartenden Bussen müssen sich die Schüler ihren Weg auf die andere Straßenseite suchen", schilderte Kuke in seinem Antrag an das Bauamt die Situation. Fußgängerüberwege gebe es nicht. Rücksichtnahme durch den Straßenverkehr auf der Bahnhofstraße sei auch ein Fremdwort. "Das Gesamtkonzept des Haltestellenbereiches muss dringend überarbeitet werden", forderte Kuke.

Unterdessen hat dort ein Lokaltermin unter anderem mit Vertretern der Stadt, des Gymnasiums und der Personenverkehrsgesellschaft (PVGS) des Kreises, zuständig für den Schülertransport, stattgefunden. Als erste Maßnahme sei für die Zeit zwischen 7 und 7.30 Uhr Tempo 30 im Bahnhofsbereich eingeführt worden, informierte Stadt-Bauamtsleiter Engelhard Behrends im Bauausschuss. In dieser Zeit würden etwa 20 Busse am Bahnhof ankommen.

"Tempo 30 bringt doch gar nichts", meinte Gustav Wienecke und brachte dann die eingangs erwähnten Vorschläge ein. Das Halten der Busse vor dem Gymnasium habe die PVGS abgelehnt. Die Busse kämen im Schlüsselkorb schlecht um die Kurven. Die Fahrt durch das Wohngebiet würde auch zum zeitlichen Problem werden.

Bauausschussvorsitzender Otto Grothe begrüßte dagegen den Vorschlag Wieneckes, den Bahnhofsvorplatz als eine Art Wendehammer zu nutzen, um dann die Busse rechts an der Bahnhofstraße halten zu lassen. Auch Behrends zeigte sich recht angetan von der Idee: "Ich nehme den Vorschlag mit und werde das prüfen lassen."

Dennoch werde zunächst die Tempo-30-Regelung am Bahnhofsbereich gelten - als eine erste Aktion der Gefahrenabwehr.